Sie sind hier: Startseite Ruhr Aktuell News
Weitere Artikel
Wirtschaft

Jeder zehnte NRW-Leiharbeiter ist seinen Job nach einer Woche los

Ende 2012 arbeiteten in Nordrhein-Westfalen 162.561 Beschäftigte in der Zeitarbeit, 2,7 Prozent der Beschäftigten insgesamt. 45 Prozent der Beschäftigungen dauerten kein Vierteljahr - elf Prozent nicht mal eine Woche.

Ende 2005 arbeiteten NRW-weit 91.157 Personen in der Zeitarbeit - 1,6 Prozent der sozialversiche- rungspflichtig Beschäftigten insgesamt. Der bisherige Höchststand wurde im September 2011 mit 193.204 Arbeitnehmern in der Zeitarbeit erreicht, damals waren das 3,2 Prozent der Beschäftigten. Bis Ende 2012 reduzierte sich die Personal-Zahl auf 162.561 oder 2,7 Prozent der Beschäftigten insgesamt.

Immer wieder kritisch werden die kurzen Beschäftigungsdauern in der Zeitarbeit diskutiert. Lediglich 45 Prozent der im 2. Halbjahr beendeten Beschäftigungen in der Zeitarbeit dauerten ein Vierteljahr und länger. Das ist im Bundesvergleich unterdurchschnittlich. In Niedersachsen liefen 65 Prozent der beendeten Arbeitsverhältnisse drei Monate und länger. Der Anteil der Beschäftigungen, die weniger als eine Woche dauerten, lag mit 11 Prozent in NRW höher als in den anderen Bundesländern. Lediglich das Saarland wies mit 22 Prozent einen höheren Anteil aus. Ob es sich um auf eine Woche befristete Beschäftigungen handelte oder sich Zeitarbeiter und Zeitarbeits-Unternehmen in der Probezeit wieder getrennt haben, lässt sich aus den Statistiken nicht herauslesen.

Männer in der Produktion, Frauen im Büro

Zeitarbeit ist eine Domäne männlicher Arbeitnehmer. 116.057 (71,4 Prozent) der in der Zeitarbeit Beschäftigten sind Männer, 46.504 (29,6 Prozent sind Frauen. Die Verteilung ist seit Jahren konstant. Nicht nur die Zahlen, auch die Zeitarbeit selbst unterscheidet sich für Frauen und Männer. 

Männer arbeiten überwiegend als Zeitarbeiter in Produktions- und Fertigungsbetrieben. Die Haupteinsatzfelder sind der Metallbereich, der Bereich Verkehr- und Logistik sowie die allgemeinen Tätigkeiten in Fertigung und Produktion. Frauen arbeiten überwiegend in Dienstleistungsberufen. „Unternehmensorganisation, Buchhaltung und Büroberufe“, Gesundheits- und soziale Berufe sind die Domänen der in der Zeitarbeit tätigen Frauen. Der Handel, eine der beschäftigungsstärksten Wirtschaftsgruppen in NRW spielt mit einem Anteil von lediglich 6 Prozent eine untergeordnete Rolle. 

Ein Drittel (33,6 Prozent) der Arbeitnehmer, die im 2. Halbjahr 2012 einen Arbeitsvertrag mit einer Zeitpersonal-Firma unterschrieben, waren unmittelbar vor anderweitig angestellt. Der größere Teil (54,1 Prozent) war vorher ohne Beschäftigung und zum überwiegenden Teil arbeitslos. 12,2 Prozent war vorher noch nirgendwo beschäftigt und begannen ihren beruflichen Weg in der Zeitarbeit.

(Redaktion)


 


 

Zeitarbeit
Leiharbeit
Agentur für Arbeit

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Zeitarbeit" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: