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Ruhrlagebericht

Wirtschaftskrise: Hoffnungsschimmer über dem Revier

Ihren 83. Ruhrlagebericht stellten die fünf Industrie- und Handelskammern der Metropole Ruhr heute in Duisburg vor. Die Stimmung der Unternehmen ist geteilt: Während die einen die Talsohle der Krise sehen, rechnen die anderen mit einer Verschlechterung der Situation. An der Umfrage haben sich über 1.000 Betriebe mit rund 180.000 Beschäftigten beteiligt.

„Die wirtschaftliche Lage im Ruhrgebiet ist äußerst angespannt. Doch die Talsohle ist erreicht, die konjunkturelle Wende ist eingeleitet“, verbreitete Thomas Hüttemann, Präsident der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve, heute bei der Vorstellung des "Konjunkturberichts Herbst 2009" der IHKs im Ruhrgebiet, verhaltenen Optimismus. Dies spiegelt sich auch im aktuellen IHK-Konjunkturklimaindex wider. Er ist nach dem bisher stärksten Rückgang zu Jahresanfang wieder von 78 auf 94 Punkte angestiegen. Wie es in dem IHK-Bericht weiter heißt, geben zwar derzeit nur rund 18 % der Betriebe der Konjunktur das Prädikat „gut“ und 30 % bewerten sie als „schlecht“ (Jahresbeginn 25 : 23 %), aber jedes zweite Unternehmen (52 %) urteilt immerhin mit „befriedigend“.

Industrie erlebte schlimmste Schussfahrt seit 20 Jahren

Hüttemann: „Wir haben in Folge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise eine Schussfahrt erlebt. Mehr Unternehmen als noch zu Jahresbeginn sehen sich heute in einer schlechten Verfassung. Dies gilt besonders für die Industrie, die bei ihrer Kapazitätsauslastung den niedrigsten Wert seit über 20 Jahren verzeichnet. Aber die Auftragslage bessert sich – im Inland wie auch im Exportgeschäft. Die Abwärtsbewegung ist gestoppt. Wir haben Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung.“

Die Stimmung sei jetzt erheblich besser als zu Jahresbeginn. Jeder vierte Betrieb (23 %) erwartet eine wirtschaftliche Belebung. Das sind fast dreimal so viele wie noch vor wenigen Monaten. Damals ging jedes zweite Unternehmen von einer Abwärtsbewegung aus. Dieser Anteil hat sich mittlerweile mehr als halbiert (23 %). Damit halten sich Optimisten und Skeptiker die Waage. „Die Unternehmen stochern im Nebel“, interpretiert Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK, das Umfrageergebnis. Besonders spürbar sei der Umschwung in der Industrie: "Hier überwiegen sogar leicht die positiven Stimmen". Aber auch im Handel und im Dienstleistungsgewerbe habe die Zahl der Optimisten erheblich zu- und die der Pessimisten ebenso deutlich abgenommen.


 

 

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