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Ruhrlagebericht

Wirtschaftskrise: Hoffnungsschimmer über dem Revier

Erträge und Investitionen weiter rückläufig

Mehr als jedes zweite Unternehmen (56 %) meldet derzeit Rückgänge bei den Erträgen – eine weitere Verschlechterung gegenüber dem Jahresbeginn (39 %). Besonders betroffen ist die Industrie (69 %). Entsprechend verhalten ist die Investitionsneigung. Wie zu Jahresbeginn will auch jetzt jedes siebte Unternehmen (14 %) seine Investitionsausgaben steigern. Der Anteil derjenigen, die Kürzungen vorsehen, ist leicht von 30 auf 26 % zurückgegangen. Wo Investitionen vorgesehen sind, stehen Ersatzbeschaffungen (69 %) und Rationalisierungsmaßnahmen (32 %) an erster Stelle. Gestiegen ist aber auch der Anteil der Unternehmen mit Investitionen in Produktinnovationen (28 %) und – noch auf niedrigem Niveau – die Zahl der Betriebe, die Kapazitätserweiterungen vornehmen wollen (20 %).

Jedem Unternehmen, das in den nächsten zwölf Monaten zusätzliche Arbeitsplätze schaffen will (9 %), stehen drei Betriebe (27 %) gegenüber, die von einer sinkenden Belegschaftszahl ausgehen. Dieses Verhältnis ist zwar nicht mehr ganz so negativ wie zu Jahresbeginn (8 : 30 %), zeigt aber deutlich die anhaltenden Risiken auf. Dies gilt für alle Wirtschaftszweige. IHK-Präsident Hüttemann: „Auch daran können wir ablesen, dass wir noch viel aufzuholen haben. Klar ist: Das kommende Jahr wird nicht einfach.“

Forderungen an die Politik für bessere Rahmenbedingungen

Mit Forderungen an die neue Bundesregierung – etwa bei der Unternehmenssteuerreform, der Erbschaftssteuer oder der Verkehrsinfrastruktur – verlangt die Ruhrwirtschaft bessere Rahmenbedingungen. Das gilt auch für das Planungs- und Baurecht auf kommunaler und Landesebene. Hier verlangen die IHKs weitere Maßnahmen zur Sicherung des Industriestandorts Ruhrgebiet. „Gerichtsentscheidungen haben hier im letzten Jahr oft die Landespolitik ersetzt“, kritisiert Tillmann Neinhaus, Hauptgeschäftsführer der IHK Bochum. Eine „Kreditklemme“ gibt es – so die Umfrage – im Ruhrgebiet jedoch derzeit nicht. Auch wenn die Finanzierungssituation für viele Firmen nach wie vor angespannt ist.


 

 

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