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No-Line

Die Zukunft von online ist offline

Multi-Channeling heißt die Verkaufsform der Zukunft, die durch den Boom im Mobile-Shopping dem Handel noch mehr Möglichkeiten eröffnet. Aus reinem Online-Business wird ein "No-Line"-Geschäft.

Davon ist zumindest Prof. Dr. Gerrit Heinemann, Professor für BWL, Management und Handel und Leiter eWeb- Research -Center der Hochschule Niederrhein, überzeugt. Der Autor der beiden aktuellen Fachbuch-Bestseller «Multi-Channel-Handel» und «Der neue Online-Handel» erwartet, dass insbesondere die Smartphones der vierten Generation ein völlig neues Einkaufserlebnis möglich machen und schreibt in einem umfangreichen Beitrag u.a.:

Mit der mobilen Internetnutzung und der rasanten Verbreitung der Tablet-PCs nimmt die digitale Revolution im Handel ihren Lauf. Tempo und Kraft des mobilen Web stellen alles in den Schatten, was bisher an Dynamik im Handel zu beobachten war: Die mobilen Geräte verlagern den Online-Kauf zunehmend vom Schreibtisch auf das Sofa oder die Straße, und ermöglichen dadurch völlig neue Geschäftsmodelle im Handel.

Der Schlüssel liegt in der Kombination von sozialem, lokalem und mobilem Netz, durch die das Internet den gesamten Handel neu definiert. Auch die Entwicklung mobiler Suchanfragen bestätigt den Trend. Schon jetzt haben die Notebook-Verkaufszahlen den PC-Markt überholt, und nach Prognosen der Investmentbank Morgan Stanley soll es 2014 weltweit mehr mobile Internetnutzer als Desktop-Nutzer geben – mit entsprechender Mobilitätswirkung auf Kunden und Händler.

Zukünftig wird es immer weniger möglich, von den reinen Online- und Offline-Welten zu sprechen, denn beides verschmilzt zu «No-Line»-Systemen, in denen die Betriebsformen ineinander übergehen. Dies gilt auch für die Dinosaurier unter den Betriebsformen, zumindest in den USA, wo JC Penney, Sears und auch Nordstrom als ehemalige Warenhausbetreiber zu integrierten «No-Line»-Händlern mutiert sind und dabei eine Renaissance erleben. Die Verkaufs-Kanäle werden derart vernetzt, dass der Kunde diese gar nicht mehr als getrennte Verkaufsformen wahrnimmt.

Dieses entspricht auch den veränderten Erwartungen der Kunden. Denn bereits in bis zu 50% der Einkaufsfälle steht zuerst das Searching und Browsing, also die Suche und das Stöbern im Netz, als Einstieg in einen Kaufprozess. Erst danach erfolgt je nach Situation und Tagesverlauf die Entscheidung, ob per Click oder Filialbesuch gekauft wird – unabhängig davon, wohin das Produkt geliefert werden soll. Und auch nach dem Kauf erwartet der Kunde eine nahtlose Abwicklung seiner Umtäusche oder Retouren, egal an welchem Verkaufsort und über welchen Kanal.

(Redaktion)


 


 

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