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4. Int. Jobmesse der Großregion

Weit über 100 Aussteller kommen zur größten Jobmesse im Südwesten

Am 28. Mai findet in Saarbrücken die 4. Interregionale Jobmesse der Großregion statt. 120 Unternehmen und Institutionen informieren über freie Stellen, grenzüberschreitende Ausbildung und berufliche Mobilität. Im business-on.de-Interview spricht Veranstalter und EURES-Berater Achim Dürschmid über die komplementären Arbeitsmärkte der Großregion, Grenzgänger und den Fachkräftemangel.

business-on.de: Am 28. Mai 2013 findet die Interregionale Jobmesse der Großregion zum vierten Mal statt. Sie sind seit Anfang an mit dabei. Wie hat sich die Messe bisher entwickelt?

Achim Dürschmid, EURES: Allein die Tatsache, dass ein solches Projekt vier mal stattfinden kann, hat uns alle überrascht. Denn los ging es ja mitten in der Finanzkrise 2009-2010. Damals wusste niemand, wie sich die regionalen und überregionalen Arbeitsmärkte entwickeln werden. Dass sich der Stellen- und Ausbildungsmarkt dann so positiv entwickelte, war unser Glück und ist für Unternehmen wie Bewerber gleichermaßen positiv.

Die Möglichkeit, sich gegenseitig auf Jobmessen zu begegnen und zu finden, ergänzt die Online-Maßnahmen im Personalmarketing sehr gut. Dabei darf man auch nicht vergessen, dass im Bewerbungsprozess der Faktor Mensch im Vordergrund steht: Persönliches Kennenlernen geht nur im persönlichen Gespräch, ergo auf der Jobmesse!

Jeder Zehnte findet durch die Messe einen neuen Job

Unsere Jobmesse ist auch besonders effektiv, wie die Zahlen belegen: Die teilnehmenden Unternehmen melden in den Wochen nach der Veranstaltung rund 500 positive Vorstellungsgespräche. Fast 10 % der Bewerber finden an diesem Tag einen neuen Arbeitsplatz.

Was uns ebenfalls sehr freut, ist die positive Entwicklung der Teilnehmerzahlen: Gestartet sind wir 2010 mit rund 50 Unternehmen. 2013 präsentieren sich 110 Unternehmen auf der Interregionalen Jobmesse der Großregion, mit weiteren 20 Arbeitgebern auf den Wartelisten.

Wir sind damit die größte Jobmesse im Südwesten, auch grenzüberschreitend gesehen. Das geht natürlich nur dank der Synergien der EURES-T-Partner und dank der professionellen Zusammenarbeit mit Partnern wie CCS und Moovijob.

Besonderes Motto in diesem Jahr ist übrigens das saarländische Frankreichjahr und die deutsch-französische Freunschaft im Zeichen von 50 Jahre Elysée-Verträgen.

business-on.de: Der Fachkräftemangel ist in aller Munde, Unternehmen reißen sich geradezu um die so genannten High Potentials. Bemerken Sie eine Veränderung in der Präsentation der Arbeitgeber, bedingt durch den Mangel an geeigneten Fachkräften?

Achim Dürschmid, EURES: Wir haben in der Grenzregion sehr komplementäre Arbeitsmärkte, die Unterschiede zwischen Lothringen, Saarland, Rheinland-Pfalz, Luxemburg und auch weiter nördlich Richtung Wallonie und südlich Richtung Elsass sind sehr ausgeprägt: Andere Wirtschaftsräume, differierende Branchenausrichtungen, unterschiedliche Gehälter und Steuerregelungen, verschieden hohe Arbeitslosigkeit und Dynamik.

Diese Unterschiede sorgen dafür, dass über 220.000 Menschen täglich Grenzen überqueren und in einem anderen Land arbeiten als sie wohnen. In der Großregion ist es fast schon normal, dass bei einigen Arbeitgebern wie Globus und ZF fast 20 % Grenzgänger arbeiten. Und das betrifft nicht nur High Potentials! Das geht bei Berwerbern für Ausbildungsstellen los und endet bei europaweit mobilen Führungskräften.

Der Druck auf die Arbeitgeber wird immer höher, der Nachwuchs weniger. Zudem zeiht es die Bewerber generell in die angesagten Zentren: von Lothringen aus Richtung Paris und bei uns Richtung Rhein-/Main-Gebiet und Baden-Württemberg.

Daher darf man nicht vergessen: Eine Jobmesse kann Online-Börsen und die Nachwuchsarbeit in den Schulen und Unis nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. Aber die persönliche Ansprache auf Jobmessen ist ebenso wichtig und erfolgreich.


 


 

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