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AnschlussDirekt

Pilotprojekt zur Fachkräftesicherung im Saarland wird ausgebaut

Nach erfolgreicher dreijähriger Modellphase wird das Projekt AnschlussDirekt weitergeführt und erweitert werden. Ziel des Projektes ist die Sicherung des Fachkräftebedarfs im Saarland. Schüler erhalten im Rahmen von AnschlussDirekt professionelle Unterstützung bei Berufsberatung und Ausbildungsplatzsuche.

Wirtschaftsminister Heiko Maas hat im Rahmen der Landespressekonferenz zusammen mit dem IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch, der Leiterin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, Heidrun Schulz, sowie weiteren Projektpartnern den Kooperationsvertrag zur Fortführung des Projektes AnschlussDirekt unterzeichnet.

Alle beteiligten Projektpartner von AnschlussDirekt zogen eine erfolgreiche Bilanz der dreijährigen Modellphase. Das Pilotprojekt AnschlussDirekt richtet sich an Jugendliche in der Klassenstufe 9, die voraussichtlich einen mittleren bis guten Hauptschulabschluss erreichen werden.

Mit dem Projekt wird das Ziel verfolgt, möglichst viele ausbildungsfähige und motivierte Jugendliche nach ihrem Hauptschulabschluss ohne Umwege in die duale Ausbildung zu vermitteln. AnschlussDirekt wurde im Schuljahr 2010/2011 an zunächst 18 Schulen gestartet und war auf drei Jahre befristet.

Projekt wird verlängert und ausgebaut

Die Finanzierungspartner – Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, IHK Saarland und Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit - haben jetzt heute aufgrund der erfolgreichen Pilotphase gemeinsam mit den strategischen Partnern – Ministerium für Bildung und Kultur, HWK des Saarlandes und der Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände e.V. (VSU) – die Verlängerung und Ausweitung des Projektes AnschlussDirekt vertraglich vereinbart.

„Das Projekt wurde ins Leben gerufen, um mehr Jugendliche mit Hauptschulabschluss schneller in eine duale Ausbildung zu bringen. Dies ist eindrucksvoll gelungen: Im Schuljahr 2011/12 wurden 55 Prozent der am Projekt teilnehmenden Hauptschüler erfolgreich in eine betriebliche Ausbildung vermittelt“, so Wirtschafts- und Arbeitsminister Heiko Maas.

Zum Vergleich: An den nicht am Projekt teilnehmenden Vergleichsschulen bekamen nur 24 Prozent der Hauptschulabsolventen einen Ausbildungsplatz.

„Angesichts dieses Erfolges haben wir uns gemeinsam mit allen Partnern entschlossen, das Projekt nicht nur für weitere 3 Jahre fortzuführen, sondern es auch für weitere Schulen zu öffnen. Damit wird das Projekt ein wichtiger Bestandteil der Initiative zur Fachkräftesicherung und Qualifizierung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr“, so Maas.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr unterstützt das Projekt in den nächsten drei Jahren mit circa 520.000 Euro.

Sicherung des Fachkräftenachwuchses im Saarland

Volker Giersch, Hauptgeschäftsführer der IHK Saarland: „AnschlussDirekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses in unserem Land. Positiv ist neben der hohen Vermittlungsquote auch die geringe Abbrecherquote: Über 90 Prozent der betreuten Jugendlichen sind nach dem ersten Ausbildungsjahr noch in Ausbildung. Dieser relativ hohe Prozentsatz ist vor allem auf die fundierte Berufsorientierung zurückzuführen, die wir im Rahmen des Projekts bieten.“

Positiv sei zudem, dass immer mehr Unternehmen das Potenzial von motivierten Hauptschulabsolventen erkennen. Giersch: „Ziel muss es sein, jeden Hauptschüler, der ausbildungsfähig ist, in eine qualifizierte Ausbildung zu bringen. Unsere IHK wird deshalb zwei zusätzliche Berater/innen finanzieren und so eine deutliche Ausweitung des Projekts ermöglichen.“

Hierzu stockt die IHK Saarland das Budget um zusätzlich 360.000 Euro auf und stellt weiterhin die Räumlichkeiten für die Mitarbeiter der Koordinierungsstelle unentgeltlich zur Verfügung.

Heidrun Schulz, Leiterin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, berichtet aus ihrer praktischen Beobachtung, dass nicht wenige Hauptschulabsolventen die weiterführenden Schulen später mit deutlich schwächeren Zeugnisnoten verlassen.

„Ihre Chancen auf eine Ausbildungsstelle können unter diesen Umständen sogar sinken. Wer die Berufsschule und die duale Ausbildung in den Kernfächern aber mit anständigen Noten abschließt, verfügt im Anschluss ebenfalls über den Mittleren Bildungsabschluss. Das ist eine exzellente Ausgangsbasis für die weitere berufliche Karrierewegplanung. Die Bundesagentur für Arbeit beteiligt sich deshalb gerne am Projekt und stellt eine Beraterin für die Projektlaufzeit zur Verfügung.“

Das Projekt AnschlussDirekt

Zur Umsetzung des Projektes wurde eine Koordinierungsstelle bei der Zentrale für Produktivität und Technologie Saar e.V. (ZPT), einer gemeinsamen Tochter von Landesregierung, IHK und weiteren Partnern, eingerichtet. Die Schülerinnen und Schüler erhalten professionelle Unterstützung im Rahmen der beruflichen Orientierung bei der Entscheidung für einen Beruf und der Ausbildungsplatzsuche.

Das Projekt wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, der IHK Saarland und der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit finanziert und gemeinsam mit den strategischen Partnern Ministerium für Bildung und Kultur, Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände e.V. und der Handwerkskammer des Saarlandes konzipiert und gesteuert.

Personalverantwortliche und Ausbildungsleiter zahlreicher saarländischer Unternehmen unterstützen die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler; das heißt, jedem Jugendlichen wird ein Pate zur Seite gestellt, der ihn aus der Praxis heraus im Hinblick auf die Berufswahl und die Anforderungen eines Bewerbungs- und Auswahlverfahrens coacht.

(Quelle: saarland.de)


 


 

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