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Nutzerverhalten: Wie wechselhaft sind Smartphone-User bei Apps?

Ob Nachrichten, Social Network oder Wettervorhersage – bei der Nutzung von Applikationen sind Smartphone-Besitzer eher sprunghaft. Jeder Zweite wird Apps schon nach einem Monat untreu.

Für jeden Anwendungsbereich böten App-Stores unzählige Alternativen. Der Überschuss führe dazu, dass über die Hälfte der Nutzer mindestens einmal im Monat nicht benötigte Programme lösche. Nachrichten-Apps treffe es am schnellsten, dicht gefolgt von Shopping-, Search- und Unterhaltungs-Apps. Das hat eine Auswertung des Internetunternehmens Yahoo ergeben.

So lässt sich das typische App-Konsum-Verhalten, das die meisten Mobile-Nutzer kennen, etwa so beschreiben: Sie laden eine App herunter, nutzen sie länger nicht, vergessen sie und löschen sie schließlich nach längerer Zeit. Dieses Phänomen hat Yahoo detaillierter untersucht. Für die Studie „App Lifecycle“ wurde das Verhalten von 2.590 Smartphone-Nutzern ausgewertet.

Kernergebnis: App-User entwickelten kein inniges Verhältnis zu den Anwendungen auf ihrem mobilen Gerät. Wenn sie die Apps über längere Zeit nicht nutzten, würden 55 Prozent der Nutzer Anwendungen auf ihrem mobilen Gerät wieder löschen. Wenn sie eine App verwenden, dann aber eine bessere finden, veranlasse das 53 Prozent der Anwender, die bisher benutzte App vom mobilen Gerät zu entfernen. Ein weiterer wichtiger Löschgrund: Fast die Hälfte der Apps enthalte Werbung – über alle Bereiche hinweg. Das sei für 46 Prozent der Nutzer ein Motiv, Apps zu entfernen.

Die Studie zeige zudem, dass rund die Hälfte (52 Prozent) aller mobilen Anwender ihre Apps schon im Laufe eines Monats austauschen. Nur jeder Zehnte (11 Prozent) lasse sich zwischen drei und sechs Monaten Zeit. Am schnellsten treffe die Wechselfreude in der Regel Nachrichten-Apps. Sie würden durchschnittlich schon nach 11 Wochen wieder gelöscht. Dahinter rangierten Shopping-, Search- und Unterhaltungs-Apps mit jeweils rund 12 Wochen Laufzeit.

Vielseitige Gründe für den Download neuer Apps

Die Motive für App-Wechsel reichen laut der Studie von Langeweile oder die Lust auf etwas Neues (80 Prozent) über Empfehlungen (74 Prozent) bis hin zu einer Shopping-Experience der anderen Art (65 Prozent). Erscheine eine App bereits beim Öffnen des App-Stores als Vorschlag, würden fast drei von fünf Nutzern sie auch herunterladen. Das gelte vor allem für Apps aus den Bereichen Games, Bildung und Lifestyle. 61 Prozent aller Apps, die Nutzer herunterladen, wurden zuvor im App-Store empfohlen.

Negative Bewertungen schrecken Nutzer vom Download ab

Für Entwickler ist es wichtig zu verstehen, warum Apps es gar nicht erst auf die mobilen Geräte schaffen. Besonders ausschlaggebend für die Nutzer seien die Bewertungen in den jeweiligen App-Stores. 39 Prozent der App-User lehnen einen Download ab, wenn negative Bewertungen überwiegen. Da die Speicherkapazität auf mobilen Geräten zudem begrenzt ist, achteten 36 Prozent der Nutzer auf den Speicherplatz, den die Anwendung benötigt. Befindet sich keine vergleichbare App auf dem mobilen Gerät, sei die letzte entscheidende Hürde der Preis. 32 Prozent der User werteten einen zu hohen Preis als ein Ausschlusskriterium. Eine Schlussfolgerung daraus: Entwickler sollten ihr Hauptaugenmerk auf eine positive App-Store-Experience gekoppelt mit einem günstigen Preis legen, um einen Download und eine längere Lebenszeit auf dem mobilen Gerät zu sichern.

(Redaktion)


 


 

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