21.12.2011  11:18 Uhr

Morbus Crohn
Mit den Kräften der Natur gegen chronische Darmentzündungen

SaarLorLux. Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind für die Betroffenen weit mehr als nur lateinische Namen. Wer an diesen chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) leidet, muss mit ständigen Bauchschmerzen, Krämpfen, Übelkeit und Durchfall leben. Ein neues pflanzliches Heilmittel verspricht Linderung bei den schubweise auftretenden Symptomen.

Besonders unangenehm für die Betroffenen der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen: Beide Erkrankungen verlaufen schubweise, sind nicht heilbar und erfordern daher die jahrelange Einnahme von Medikamenten.

Um mit der Langzeittherapie verbundene Nebenwirkungen und gesundheitliche Risiken zu minimieren, sind pflanzliche Arzneimitteln hier von besonderem Interesse.

"Eine aktuelle Studie hat jetzt gezeigt, dass das pflanzliche Arzneimittel Myrrhinil-Intest® bei chronischer Dickdarmentzündung, Colitis ulcerosa, zur Erhaltung der Beschwerdefreiheit (schubfreien Phase) vergleichbar wirksam ist wie ein Standardmedikament", erklärt der Gastroenterologe Professor Dr. Jost Langhorst, Essen.

Heilwirkung durch Studien belegt

Seit mehr als fünfzig Jahren wird die Kombination der Pflanzenstoffe Myrrhe, Kaffeekohle und Kamille in Myrrhinil-Intest® zur Behandlung verschiedener Darmerkrankungen - auch bei CED - erfolgreich eingesetzt. Die drei Heilpflanzen greifen an verschiedenen Punkten im Krankheitsgeschehen an und verstärken sich gegenseitig in ihrer Wirkung.

Durch die aktuelle Studie wird die in der Praxis schon lange beobachtete Wirkung des pflanzlichen Mittels bei CED jetzt im Vergleich zu einem synthetischen Standardmedikament auch wissenschaftlich bewiesen.

Im Rahmen der von 2008 bis 2010 durchgeführten Studie nahmen erwachsene Colitis ulcerosa-Patienten in der schubfreien Phase über einen Zeitraum von zwölf Monaten dreimal täglich das pflanzliche Arzneimittel oder das Standardmedikament ein.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Krankheitsaktivität, die Rückfallquote und die Dauer bis zum ersten Rückfall nicht statistisch signifikant unterscheiden. Auch die Entzündungsaktivität auf Schleimhautniveau und die durch Fragebogen ermittelte krankheitsbezogene Lebensqualität weisen keine signifikanten Unterschiede auf.

"Damit haben wir erste Hinweise darauf, dass das pflanzliche Arzneimittel bei Colitis ulcerosa eine wirksame phytotherapeutische Alternative zum Erhalt der Beschwerdefreiheit darstellen kann", so Langhorst.

Die Wirkung von Myrrhe, Kamille und Kaffekohle

Die echte Kamille ist die weltweit am häufigsten verwendete Heilpflanze. Sie wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und wundheilungsfördernd. Sie löst Krämpfe, entbläht und regt die Magen-Darm-Bewegung an.

Die Myrrhe gehört zu den ältesten Heilmitteln der Menschheit. Sie besitzt entzündungshemmende, desinfizierende sowie pilzhemmende Eigenschaften und zieht die äußeren Schichten der Schleimhaut zusammen. Durch die große Oberfläche der Kaffeekohle können schädliche Stoffe gebunden und ausgeschieden werden.

Eine Therapie mit der Pflanzenkombination wird dem physiologischen Geschehen im Darm gerecht und vermeidet Dysregulationen und Schleimhautschädigungen, wie sie bei manchen zu einseitig ausgerichteten Arzneimitteln vorkommen können.

Darüber hinaus reguliert sie die gestörte Motorik im Magen-Darm-Trakt. Wegen seiner guten Verträglichkeit ist das Pflanzenpräparat in besonderem Maße für eine Langzeittherapie geeignet.

Expertenrat online und per Telefon

Nicht nur chronisch entzündliche Darmerkrankungen lassen sich pflanzlich behandeln. Auch bei Reizdarm, Reisedurchfall, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Darmpilzinfektionen gibt es viele Helfer aus der Natur.

Die Website www.pflanzliche-darmarznei.de informiert über die verschiedenen Darmerkrankungen und deren Behandlungsmöglichkeiten mit pflanzlichen Präparaten.

Drei Experten beantworten hier per E-Mail oder am Telefon Fragen der Besucher zur natürlichen Behandlung von Darmkrankheiten. Telefonisch sind die Ärzte dienstags von 15.30 Uhr bis 16.30 Uhr unter der Rufnummer: 06196 / 7766-410 zu erreichen.


 

(Quelle: ots)

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