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Die Fehlentscheidungen des Top-Managements

Viele Wege können ein Unternehmen ins Desaster führen aber nur wenige führen zum Erfolg. Top-Manager sind es gewöhnt, richtungsweisende Entscheidungen unter Druck zu treffen. Das Tagesgeschäft ringt ihnen diese Fähigkeit quasi permanent ab.

Es ist grundsätzlich auch nicht besonders schwierig, eine schnelle Entscheidung zu treffen, aber viele Aufgabenstellungen sind einfach zu komplex, um sie ad hoc zu lösen, sodass sich hier ein alternatives Vorgehen empfiehlt.

Eine Fehlentscheidung holt Sie so gut wie immer wieder ein!

Es war schon immer recht einfach, Fehler zu machen. So wie für quasi alle Lebenslagen gilt diese „Weisheit“ auch fürs Business. Vom Tagesgeschäft getrieben wird so manches zwar im guten Glauben, aber mit fehlender Gewissheit entschieden. Das Trügerische hierbei ist, dass Fehlentscheidungen zumeist erst mit (deutlichem) Zeitverzug bemerkt werden. Ein Unternehmen, welches heute respektable Gewinne produziert, entwickelt sich als Folge einer Reihe von Fehleinschätzungen und hieraus resultierenden Fehlentscheidungen zu einem Durchschnittsunternehmen und von dort aus dann weiter in ertragsarmen Zustand. Hierbei sind die Vorboten der Verschlechterung zunächst kaum wahrnehmbar, wie die nebenstehende Grafik zeigt.

Sensorik für zukunftskritische Entscheidungen

In Kenntnis dieser Tatsache empfiehlt es sich, eine Sensorik für zukunftskritische Entscheidungen zu entwickeln, um diese rechtzeitig zu erkennen und ganz bewusst ein angepasstes Entscheidungstempo in Verbindung mit einer adäquaten Entscheidungslogik zur Anwendung zu bringen. Spätestens dann, wenn Sie bemerken, dass die Performance Ihres Unternehmens bereits nachgelassen hat, ist es Zeit für ein Innehalten zwecks Neuorientierung.

Ein „Weiter so“ ist selten hilfreich

Obwohl viele Manager zu einem „Weiter so“ neigen und darauf hoffen, „dass der Markt sich wieder zu ihren Gunsten dreht“, empfiehlt sich, das eigene Tun mit Abstand zu betrachten oder – besser noch – sorgfältig auf Fehler hin zu untersuchen.
Albert Einstein erkannte bereits, dass man Probleme niemals mit derselben Denkweise lösen kann, wie sie entstanden sind, sodass es hilfreich sein kann, einen externen Experten mit der Beurteilung der Sachlage zu beauftragen.

Strategie-Workshop mit Ihren Leistungsträgern in Schlüsselfunktionen

Zu empfehlen wäre ein Strategie-Workshop mit Ihren Leistungsträgern in Schlüsselfunktionen, in dessen Rahmen Optimierungspotenziale identifiziert und Lösungsansätze erarbeitet werden. Solch ein Strategie-Workshop ist erfahrungsgemäß wie folgt vorzubereiten und durchzuführen:

1. Untersuchung des aktuellen Vorgehens

Nach einem ausführlichen Briefing durch Sie sollte der Externe relevante Unterlagen, Kennzahlen sowie Markt- und Wettbewerbsdaten studieren. Im Anschluss hieran sollte er sich die Zeit nehmen, mit den relevanten Leistungsträgern in Ihrem Unternehmen Interviews durchzuführen, um weitere Einschätzungen zu Problemen und Lösungen zu erhalten. Im Zuge der Analyse der auf diese Weise gesammelten Informationen sollte der Externe in der Lage sein, erste Thesen und Ideen zur Problemlösung zu entwickeln.

2. Auswertung und Vorbesprechung der Ergebnisse

Die ausgewerteten Analyseergebnisse inkl. der hieraus gewonnenen ersten Erkenntnisse sowie erste Optimierungsideen sollten quasi als Zwischenergebnis zwischen Ihnen und dem Externen besprochen werden, um wichtige Informationen zu ergänzen und Korrekturen vorzunehmen. Ziel dieser Abstimmung ist, ein gemeinsames Verständnis der Sachlage herzustellen. Im Anschluss daran ist der Workshop inkl. Folienherstellung und Methodenwahl vorzubereiten.

3. Erarbeitung der Verbesserungsansätze

Im Rahmen des Workshops, der an einem Ort jenseits des Tagesgeschäfts durchgeführt werden sollte und an dem Smartphones nur in den Pausen zugelassen sind, werden die vom Externen aufbereiteten Erkenntnisse der Gruppe präsentiert. Unter seiner Moderation wird über die einzelnen Thesen diskutiert. Da mit allen am Workshop Beteiligten vorab mindestens ein Interview durchgeführt wurde, sollten dem Moderator die individuellen Ansichten im Vorfeld bekannt sein und im Zuge der Diskussionen gewürdigt werden. Idealerweise sind im Workshop 6 – 10 Thesen zu erarbeiten, die zu nachhaltigen Verbesserungen Ihres Unternehmens führen. Da sich niemand zu viel vornehmen sollte, empfiehlt sich die Bewertung der Thesen durch die Workshop-Teilnehmer. Auf diese Weise Identifizieren Sie mit der Gruppe die 3 Top-Ertragssteigerungsthemen für Ihr Unternehmen.

Mit wenig Aufwand viel erreicht

Solch ein Offsite-Strategie-Workshop versetzt Sie mit vergleichsweise niedrigem Aufwand in die Lage, gemeinsam mit Ihren Top-Mitarbeitern zukunftsfähige Strategien zu erarbeiten, mit deren Hilfe Sie Ihrem Unternehmen neuen Aufschwung verschaffen. Ein nicht zu unterschätzender Nebeneffekt ist zudem, dass Sie Ihre Mitarbeiter durch den frühzeitigen Einbezug in Ihre Planungen wertschätzen und ihnen eine Perspektive vermitteln.

Fazit: Auch wenn Sie schnelle Entscheidungen favorisieren gibt es Themen, bei deren Bearbeitung Sie Ihre Mitarbeiter in die Entscheidungsprozesse integrieren sollten. Zugegeben, das dauert zwar etwas länger, aber dafür ist die Qualität und Zukunftsfähigkeit der Entscheidung deutlich besser. Und Ihre Mitarbeiter werden es Ihnen sicher danken.

(Andreas Franken)


 


 

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