09.01.2012  10:05 Uhr

Beleidigung
Unterlassungsanspruch bei Beleidigung auf Facebook

Köln-Bonn. Bereits im Juni 2011 hat das Amtsgerichts Bergisch Gladbach den Unterlassungsanspruch eines Mannes bejaht, der durch seine ehemalige Ehefrau beleidigt wurde. Die Frau hatte auf ihrem Facebook-Profil gepostet, dass ein Auftragskiller unter Umständen kostengünstiger gewesen wäre als der Rechtsanwalt im Scheidungsverfahren. Weiter äußerte sie, dass es im Grunde unbezahlbar sei, den Ex-Ehemann los zu sein.

Der betroffene Ex-Ehemann fasste diese Äußerung als Beleidigung auf, beauftragte einen Rechtsanwalt und begehrte die Unterlassung dieser Äußerung sowie Erstattung der Rechtsanwaltskosten von seiner Ex-Ehefrau. Diese löschte die Beiträge zwar, verweigerte aber die Erstattung der Rechtsverfolgungskosten.

Zu Unrecht, wie das Amtsgericht Bergisch Gladbach im Rahmen seines Urteils vom 16.06.2011 (Az. 60 C 37/11) feststellte. Bei der Äußerung handle es sich um eine Beleidigung, die der Ex-Ehemann nicht dulden müsse, da ihn die Äußerung herabwürdige. Insbesondere die Aussage, ein Auftragskiller sei billiger gewesen, stelle eine massive Ehrverletzung dar. Aus diesem Grund habe die Ex-Ehefrau die Kosten der notwendigen Rechtsverfolgung für den begründeten Unterlassungsanspruch zu tragen.


 

(Christian Solmecke)

  • Tags:
  • Unterlassung
  • Beleidigung
  • Ex-Ehemann
  • Rechtsanwalt
  • Ehefrau
  • Erstattung
  • Auftragskiller

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Viktor Mildenbergpixelio.de



 


Mehr zum Thema Recht & Steuern:

 

Kommentar abgeben »


Kommentar abgeben:
Bei einer Antwort möchte ich per Email benachrichtigt werden an meine Emailadresse: (wird nicht veröffentlicht)
 
Nach obenNach oben
business-on.de SaarLorLux - Das Wirtschaftsmagazin der Region Saar-Lor-Lux
Wirtschaftsmagazin für die Großregion Saar-Lor-Lux mit Saarland, Region Trier, Luxemburg, Ostbelgien, Pfalz und Lothringen.

© 2012 Dreilandmedien UG (haftungsbeschränkt).  Alle Rechte vorbehalten.


CONTENT für Ihre Webseite RSS Feeds