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Uni-Leitung lehnt Einrichtung eines Diplom-Studiengangs Betriebswirtschaftslehre ab

Das Präsidium der Universität des Saarlandes hat entschieden, den von der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät geplanten Diplom-Studiengang Betriebswirtschaftslehre nicht weiter zu verfolgen.

Gleichzeitig wird es sich dafür einsetzen, in der Umsetzung des Bologna-Prozesses mehr Freiheitsgrade zu ermöglichen, so etwa bei der Verleihung von Abschlussgraden.

Aus Anlass der Initiative zur Einrichtung des Diplomstudiengangs hat das Präsidium in intensiver Diskussion Stärken und Defizite des Bologna-Prozesses bilanziert und dabei insbesondere auch die Frage einer zu engen Auslegung der Bologna-Deklaration durch die Kultusministerkonferenz thematisiert.

Das Präsidium bekräftigt seine Unterstützung für den an der Universität des Saarlandes eingeschlagenen Weg der qualitätsorientierten Umsetzung der Bologna-Reform in den Bachelor- und Master-Studiengängen und betont gleichzeitig das Erfordernis, den Bologna-Prozess in Abstimmung mit den zuständigen Akteuren und Instanzen auf Bundes- und Landesebene nach wissenschaftlichen Maßstäben weiterzuentwickeln.

Eine isolierte Initiative zur Änderung des Saarländischen Universitätsgesetzes, die für die Einrichtung eines grundständigen Diplomstudiengangs notwendig wäre, hält das Präsidium nicht für zweckmäßig. In der Berufung von Universitätspräsident Linneweber in den Arbeitskreis „Abschlussgrade“ des Senats der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) wird eine gute Möglichkeit gesehen, die im Rahmen der Diskussion um den BWL-Diplomstudiengang thematisierten Überlegungen fächer- und standortübergreifend fortzusetzen.

Das Präsidium erkannte in dem von der Fakultät vorgelegten Entwurf für einen Diplomstudiengang keinen entscheidenden Vorteil für die Qualität von Studium und Lehre, da sich dessen Lehrangebot weitestgehend mit dem Angebot der bestehenden Bachelor- und Masterstudiengänge.

im Fach Betriebswirtschaftslehre deckt. „Außerdem besteht auch bei dem vorgelegten zweistufigen Diplom-Studiengang die Notwendigkeit, den Übergang von der ersten Studienstufe (Bachelor-Studium) in die zweite Studienstufe (Diplom-Hauptstudium) zu regeln, da es auch hier keine Übergangs-Garantie geben kann.

Insofern besteht kein Unterschied zum bisherigen BWL-Masterstudiengang“, sagte Universitätspräsident Volker Linneweber nach der Präsidiumssitzung.

Für den Übergang vom Bachelor zum Master habe die Universitätsleitung der Fakultät bereits konkrete Vorschläge unterbreitet, die jetzt zügig umgesetzt werden müssen, um den Saarbrücker Bachelor-Studenten den Weg in das Masterstudium zu ebnen.

„Wir begrüßen die im Konzept vorgesehenen inhaltlichen Verbesserungen des Studienangebots und bitten die Fakultät, diese Ansätze in die bestehenden BWL-Studiengänge zu übernehmen“, so der Universitätspräsident.

Ziel müsse es insbesondere sein, den bestehenden Bachelor-Studiengang weiter zu optimieren, um innerhalb der Regelstudienzeit Freiräume für die Wissenschaft zu schaffen und den Absolventinnen und Absolventen eine größtmögliche Chance auf Zugang und Zulassung zum Master-Studiengang zu geben.

(uds)


 


 

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