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Dentale Technik Lange

Freecorder-Analyse hilft bei Problemen mit dem „falschen Biss“

Der Freecorder®BlueFox ermöglicht erstmals eine vollständig berührungslose und exakte Analyse der Kaubewegungen. Mit ihm lassen sich Kiefer-Probleme, die u.a. zu CMD führen können, frühzeitig erkennen und auch nachträglich beheben. Ronald Lange aus Bous hat seit Oktober 2013 einen Freecorder in seinem Dentallabor – als einziges gewerbliches Dentallabor im ganzen Saarland. business-on.de sprach mit ihm und seinem Sohn Steven über ihre bisherigen Erfahrungen.

business-on.de: Wozu ist eine genaue Untersuchung der Funktionsdiagnostik, also des Zusammenspiels von Kiefergelenken, Zähnen und Muskeln, denn überhaupt notwendig?

Steven Lange, Dentale Technik Lange: Viele Patienten klagen über Tinnitus, Kieferknacken, HWS-Probleme oder sonstige Symptome, deren Ursache bisher nicht gefunden werden konnte. Diese Probleme werden oft durch falsch sitzende Kondylen im Kiefergelenk verursacht.

Einfach ausgedrückt, die an den Kondylen ansetzenden Muskeln sind für die Beweglichkeit des Kiefers zuständig. Die Kondylen sitzen am Unterkiefer in einer zentralen Position in der Gelenkpfanne – und zwischen Unter- und Oberkiefer noch der Diskus sozusagen als Stoßdämpfer. Gemeinsam sorgen sie für den „richtigen Biss“.

Und wenn sich am Biss etwas ändert, kann das unterschiedlichste Beschwerden beim Patienten hervorrufen. Mit der exakten Untersuchung der Funktionsdiagnostik, wie zum Beispiel mit dem Freecorder, kann dies erstmals ganz genau festgestellt werden.

business-on.de: Der Freecorder®BlueFox ermöglicht eine berührungslose digitale Aufzeichnung der Kiefergelenksbewegungen. Wie funktioniert das?

Steven Lange, Dentale Technik Lange: Mit dem Freecorder können die Bewegungen des Kiefers aufgezeichnet werden, ohne dass sie durch störende Einflüsse manipuliert werden. Dazu werden Sensoren an Bügeln angebracht, die um den Kiefer angeordnet sind, ohne diesen zu berühren. Das Foto veranschaulicht den Aufbau des Freecorders.

Wichtig zu wissen ist, dass es sich dabei nicht „nur“ um eine 3D-Aufzeichnung handelt. Man berücksichtigt bei der Diagnose mit dem Freecorder nämlich auch eine vierte Dimension: die Zeit.

So kann zum Beispiel exakt festgestellt werden, wann der Diskus wegspringt. Denn genau in diesem Moment kommt es zu einer schnellen Bewegung des Unterkiefers, die vom Freecorder registriert wird. 

Schon mehr als 120 Patienten analysiert

business-on.de: Seit wann setzen Sie das 3D-Analysegerät in Ihrem Dentallabor ein?

Ronald Lange, Dentale Technik Lange: Wir arbeiten in unserem Dentallabor in Bous seit Oktober 2013 damit und waren somit eines der ersten Labore im Saarland, die das Gerät einsetzen. Auch um die Landesgrenze sind wir bislang die einzigen Anbieter im Labor.

Bis heute haben wir bereits die Kaubewegungen von rund 120 Patienten damit analysiert. Es herrscht ein riesiger Bedarf an dieser neuartigen und einzigartigen Untersuchung. Auch viele Zahnärzte nutzen die Gelegenheit und lassen sich bei uns mit dem Freecorder untersuchen.

business-on.de: Wie wurde das früher gemacht und welche Vorteile ergibt sich für Zahntechniker durch den Einsatz des Freecorder®BlueFox?

Ronald Lange, Dentale Technik Lange: Das ist es ja gerade: gar nicht! Früher konnte man keine exakten Angaben zur Funktionsdiagnostik machen. Alle Geräte, die die Kaubewegungen aufzeichnen konnten, haben sie immer auch verfälscht. Sei es durch das hohe Gewicht, unbequeme Bügel oder Ähnliches.

Es konnte immer nur mit Mittelwerten gearbeitet werden. Was dann letztendlich zu den vielen Problemen geführt hat, die heute von vielen Patienten mit Schmerzen beklagt werden.

Weniger Komplikationen dank exakter Analyse

business-on.de: Und wo liegen die Vorteile des Freecorders für den Patienten?

Steven Lange, Dentale Technik Lange: Die Vorteile für den Patienten liegen ganz klar bei der exakten Analyse. Dadurch hat der Patient bei zahntechnischen Eingriffen mit viel weniger Komplikationen zu rechnen.

Eine Krone oder ein Zahnersatz kann immer nachhaltige Probleme mit dem Biss hervorrufen, wenn die Arbeit nicht 100-prozentig auf den individuellen, natürlichen Kieferbewegungen basiert. Und genau das war früher nicht möglich – erst durch den Freecorder lässt sich das nun gewährleisten.

Ebenso können auch alte Arbeiten „verbessert“ werden: Wenn man zum Beispiel durch den Freecorder Fehlstellungen analysiert hat, kann man diese anschließend korrigieren. Patienten müssen so weniger beziehungsweise gar keine Schmerzen mehr erleiden.

business-on.de: Wie lange dauert die Prozedur für den Patienten und wie lange die anschließende Analyse der Daten?

Ronald Lange, Dentale Technik Lange: Die ganze Prozedur dauert ungefähr drei bis vier Stunden. Die Vorbereitungen, um die Apparatur am Patienten anzubringen, und die Messung dauert rund eine Stunde. Die Auswertung und das Übertragen der Daten für die weitere Arbeit nochmal circa zwei bis drei Stunden.

Die ist eine bedeutender Fortschritt gegenüber früherer, analoger Aufzeichnungsmethoden, die sehr aufwendig, ungenau und unangenehm für den Patienten waren. Und nicht selten zu schmerzhaften Folgeerscheinungen führten.

business-on.de: Bei welchen Symptomen raten Sie zu einer Analyse mit dem Freecorder?

Ronald Lange, Dentale Technik Lange: Wenn Patienten seit längerem über Tinnitus, Schwindel, Verspannungen der Nacken- und Schultermuskulatur oder grundsätzlich über Symptome der Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) klagen, sollte man dringend zu einer Analyse mit dem Freecorder raten.

Ebenso sollten Zahnärzte und Zahntechniker jeder größeren Arbeit, bei der eine Reproduktion der Bisslage hergestellt wird, eine exakte Analyse voranstellen, um Symptome, wie die eben genannten, von Vornherein auszuschließen.

Mehr Informationen rund um dentale Technik und weitere Details zur Untersuchung mit dem Freecorder®BlueFox unter: www.dentaletechnik-ronaldlange.de

(Redaktion)


 


 

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