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Deutsche Schule Tokio

Abi-Stress im Schatten von Fukushima

Seit dem schweren Erdbeben vom 11. März 2011 ist die Deutsche Schule Tokio Yokohama (DSTY) geschlossen (business-on.de berichtete). Am Dienstag informierten Schulvorstand und Schulleitung gemeinsam mit der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) im Bundesverwaltungsamt auf einer Pressekonferenz in Köln über die nächsten Schritte.

Nach Angaben der ZfA besuchen insgesamt rund 400 Kinder und Jugendliche die Schule, außerdem gibt es noch einen Kindergarten mit ca. 80 Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren. "Wir entscheiden im Moment von Woche zu Woche, wie wir mit der Katastrophe umgehen und wann wir die Schule wieder eröffnen können", so Schulleiter Dr. Michael Szewczyk bei der Pressekonferenz.

Zurzeit befinden sich demzufolge noch ungefähr 50 Schülerinnen und Schüler in Japan, der überwiegende Teil ist schon nach Deutschland und in andere Staaten ausgereist. Die Klassen 1 bis 11 werden zurzeit von ihren Lehrern über Internet mit Lehrmaterialien versorgt, auch die Kommunikation läuft über moderne Medien. "Unsere Pädagogen stehen in engem Kontakt mit vielen Schülern und Eltern", so Szewczyk, "Mitgefühl, Zuspruch und emotionaler Austausch sind in einer solchen Krise immens wichtig."

Deutsche Schule: Abitur im Schatten von Fukushima

Besonderes Augenmerk legt die DSTY im Moment auf die Abiturienten. Insgesamt 36 Schüler in einem Doppeljahrgang der Klassen 12 und 13 stehen in der abschließenden Vorbereitungsphase auf das mündliche Abitur, das für Mitte Mai geplant war. "Wir hoffen sehr, dass die Lage in Fukushima unter Kontrolle gebracht wird und wir den Schulbetrieb wieder rechtzeitig aufnehmen können", sagte Dr. Judith Coulmas, Vorsitzende des Schulvereins. In den nächsten Tagen werden die Verantwortlichen entscheiden, ob die Schule am 28. März wieder eröffnet.

Sollte die Wiederaufnahme des Unterrichts längerfristig nicht realisierbar sein, bestehe allerdings die Möglichkeit, die Abiturvorbereitungen und Prüfungen an einem Kölner Gymnasium durchzuführen, hieß es am Dienstag bei der Pressekonferenz. Darauf haben sich die DSTY gemeinsam mit der ZfA, dem Schuldezernat und dem Bezirksamt der Stadt Köln verständigt. Die Hilfsbereitschaft ist groß. "Sowohl Deutsche Auslandsschulen im asiatischen Raum, als auch Schulen in Deutschland haben ihre Unterstützung angeboten", sagte Joachim Lauer, Leiter der ZfA.

Schüler der Klassen 1 bis 11 der DSTY, die sich zurzeit in Deutschland befinden, sind spontan von Schulen vor Ort aufgenommen worden, um eine kontinuierliche Beschulung zu gewährleisten. Für die Abiturienten sei die Situation aber besonders problematisch, da eine gemeinsame Präsenzphase vor den Abiturprüfungen laut Prüfungsordnung vorgegeben ist. "Oberste Priorität hat für uns natürlich die Wiedereröffnung unserer Schule", soSchulleiter Szewczyk. "Aber es ist gut, einen Plan B in der Tasche zu haben."

(ots )


 


 

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