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Deutsche Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt leicht gesunken

Die deutsche Wirtschaft hat an Schwung verloren: Nach mehreren Quartalen des Aufschwungs sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Zeitraum von April bis Juni 2014 um 0,2 Prozent (preis-, saison- und kalenderbereinigt) gegenüber dem Vorquartal, berichtet das Statistische Bundesamt.

Den neuesten Berechnungen der Statistiker zufolge hatte die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal 2014 um 0,7 Prozent zugelegt, im Schlussquartal 2013 war das BIP gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent gestiegen.

Für den leichten Rückgang von 0,2 Prozent des BIP im zweiten Quartal 2014 waren nach vorläufigen Berechnungen der Statistiker der Außenhandel und die Investitionen verantwortlich: Die Exporte stiegen im Vorquartalsvergleich weniger stark als die Importe, sodass sich der Außenbeitrag (Exporte minus Importe) negativ auf die deutsche Wirtschaftsentwicklung auswirkte. Daneben gingen die Investitionen insbesondere in Bauten deutlich zurück. Der extrem milde Winter 2013/2014 habe für kräftige Zuwachsraten bereits zum Jahresbeginn gesorgt (Vorzieheffekte). Dagegen wurde sowohl von den privaten als auch von den öffentlichen Haushalten von April bis Juni 2014 etwas mehr konsumiert als im Vorquartal.

Im Vergleich zum Vorjahr hat die deutsche Wirtschaft zwar an Dynamik verloren, konnte aber dennoch weiter zulegen: Das preisbereinigte BIP war im zweiten Quartal 2014 um 0,8 Prozent (kalenderbereinigt um 1,2 Prozent) höher als im zweiten Quartal 2013.

DAS BRUTTOINLANDSPRODUKT
Im Bruttoinlandsprodukt (BIP) werden alle Waren und Dienstleistungen erfasst, die innerhalb eines Jahres innerhalb der Landesgrenzen einer Volkswirtschaft hergestellt wurden nach Abzug aller Vorleistungen – das BIP ist ein Maß für die Wirtschaftskraft (Quelle: Wikipedia).

Neue europäische Berechnungsregeln

Die Auswertung des zweiten Quartals 2014 basiert nach Information des Statistischen Bundeamts erstmals auf den neuen europäischen Regeln zur Berechnung des BIP. Das ab September rechtsverbindliche ESVG 2010 (Europäisches System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen) schreibt EU-weit einheitliche Konzepte, Definitionen und Buchungsregeln vor, um die Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) international vergleichbar zu machen. Damit fließen auch illegale Aktivitäten wie Zigarettenschmuggel und Dogenhandel in die Berechnung mit ein.

Über die Einführung des ESVG 2010 hinaus wurden laut dem Statistischen Bundesamt auch – wie bei Generalrevisionen der VGR üblich – die für Deutschland bisher veröffentlichten Ergebnisse ab 1991 und ihre Berechnungen überprüft und, soweit erforderlich, überarbeitet sowie neue Daten und Erkenntnisse in das Rechenwerk integriert.

(Redaktion)


 


 

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