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Neuheiten 2012

3 Digital-Kameras die die Fotowelt verändern werden





Das Jahr 2012 sollten sich Fotografen schon einmal rot anstreichen. Noch nie waren solch' gute und ausgereifte Digitalkameras auf dem Markt wie derzeit. In den nächsten Wochen kommen 3 weitere Modelle in den Handel: Die Nikon D800, Die Fuji X-Pro1 und die neue Olympus OM-D EM-5. Diese Spiegel- und Systemkameras kündigen jetzt schon eine kleine Revolution an.

Angefangen hat alles mit der PEN. Olympus brachte 2009 als einer der ersten eine Reflexkamera ohne Spiegel auf den Markt. Die neue Systemkamera wurde vom Start weg ein großer Erfolg. 

Allerdings waren die ersten Modelle noch nicht ausgereift. Vor allem der langsame Autofokus war für viele professionelle Fotografen ein Knock-Out-Kriterium.

Dies könnte sich 2012 nun ändern. Mit der OM-D EM-5 veröffentlicht Olympus zum ersten Mal eine semiprofessionelle Micro-Four-Third Kamera, die sich keine Anfängerfehler mehr erlaubt.

Lichtstarke Linsen für MFT-Kameras

Der Autofokus ist nach ersten Testvideos beeindruckend schnell, der elektronische Sucher ausgereift und der Body besteht aus einem staub- und spritzwassergeschütztes Magnesiumgehäuse, der an eine Leica erinnert.

Für das MFT-System gibt es mittlerweile viele lichtstarke Festbrennweiten: Die Objektive 20/1,7 (Panasonic), 12/2,0 (Olympus) oder 45/1,8 (Olympus) schneiden in vielen Testberichten sehr gut ab.

Für manuelles Fokussieren stehen die extrem lichtstarken Voigtländer 17,5mm (35mm KB) und 25mm (50mm KB) mit einer Anfangsblende von f0,95 zur Verfügung. Ohnehin kann man praktisch alle Fremdhersteller adaptieren. Das Scharfstellen gelingt durch den elektronischen Sucher mit einer Lupenfunktion viel besser als mit einem Schnittbilldindikator aus alten Tagen. An lichtstarken Zoom-Objektiven mangelt es derzeit aber noch. 

Dass Olympus gute Linsen bauen kann, beweisen sie seit Jahren mit den Zuiko-Objektiven. So gilt bspw. das 12-60/2.8-4 für das FT-System (der Vorgänger von MFT) als eines der besten Standardzooms, die je gebaut wurden. 

Ganz anders bei Fuji. Der Kamerahersteller war bisher überhaupt nicht im Markt für DSLR aktiv (wenn man mal von der Fuji S5 Pro absieht).

Überraschungserfolg von Fuji

Trotzdem könnte Fuji 2012 eine der erfolgreichsten Kameras seit langem verkaufen. Die Japaner hatten nämlich im letzten Jahr eine geniale Idee. Sie bauten mit der X100 eine fast perfekte Reportagekamera à la Leica. Extrem hochwertiges Gehäuse, Retro-Design, kein Schnickschnack, Blendenwahl am Objektiv, Zeitenwahl am Drehrad und ein Hybridsucher, der optisch und digital genutzt werden kann.

Die X100 wurde bisher 100.000 Mal verkauft. Fuji wurde von dem Erfolg selbst überrascht. Zeitweise war die Kamera vergriffen, der Preis stieg sogar über die Preisempfehlung von 1000,- Euro.

Der Body hat ein fest verbautes 35mm Objektiv, welches sich nicht wechseln läßt. Mit der neuen X-Pro1 will Fuji das nun ändern und baut zum ersten Mal eine APS-C Kamera mit Wechselobjektiven. Laut Hersteller soll der verwendete X-Trans CMOS Sensor sogar eine bessere Bildqualität liefern, als Vollformat-Modelle von Nikon und Canon. Fuji nimmt den Mund ziemlich voll. Allerdings:

Dass die Japaner sehr gute Sensoren bauen können, haben Sie schon einmal mit der digitalen Spiegelreflexkamera S5 Pro bewiesen. Praktisch eine umgebaute, bessere Nikon D200, die heute noch von vielen Portrait- und Hochzeitsfotografen mit Begeisterung eingesetzt wird. Sie schätzen die besonders schönen Farben, den Dynamikumfang und das natürlich körnige Bildrauschens der Fuji. 

Vollformat mit HD-Video

Und auch eine dritte Kamera verspricht 2012 die Fotowelt ein kleines Stück zu verändern. Nikon bringt nach 5 Jahren seinen D700-Nachfolger heraus. Eigentlich war die D700 schon perfekt und eigentlich Ihrer Zeit Voraus. Keine andere Vollformatkamera in der 2000 Euro-Liga liefert bei hohen ISO-Werten solch' klare und rauschfreie Bilder, wie die Nikon.

Der Nachfolger, die D800 soll das nun toppen und bietet mit 36 Megapixel noch die nötigen Reserven für Industrie- und Werbefotografen. Was die neue Nikon besonders interessant macht, ist die Videofunktion. Bisher wurde dieses Thema von Nikon stiefmütterlich behandelt. 

Doch immer mehr Filmemacher entdecken die Videomöglichkeiten von DSLR-Kameras. So wird die Canon 5DMKII oder Panasonic GH2 mittlerweile von vielen VJs und Kameramännern professionell eingesetzt.

Nikon bietet nun mit der D800 zum ersten Mal ein Modell mit Mikrofon- und Kopfhöreranschluss, mit der HD-Videoproduktionen in 720p50 und 1080p25 möglich sind.

Alle drei Kameras sind voraussichtlich im März oder April im Handel.

(FN)








 

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1, 2, 3 © Hersteller


 

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