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DingDeinDorf

Saarlands Städte und Gemeinden erhalten ein "befriedigend"

Im Rahmen des Jahresgesprächs des Landesjugendrings haben die Vorsitzende Catharina Becker gemeinsam mit Geschäftsführer Georg Vogel und weiteren Vorstandsmitgliedern das Landesergebnis des Partizipationsprojekts „DingDeinDorf“ an Minister Storm überreicht: Im Durchschnitt wurden die saarländischen Städte und Gemeinden von den Jugendlichen mit 3,1 bewertet.

DingDeinDorf wird nach 2008/2009 bereits zum zweiten Mal im Saarland durchgeführt. Kinder und Jugendliche erhielten die Gelegenheit, die Jugendfreundlichkeit ihrer Wohnorte per Fragebogen und in Gesprächen zu bewerten und mit den Entscheidungsträgern vor Ort moderierte Gespräche zu führen, mit dem Ziel, durch  Vereinbarungen  konkrete Verbesserungen in den Städten und Gemeinden zu erreichen.

„Dieses Projekt trägt maßgeblich zu einer weiteren Stärkung der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei“, sagte Familienminister Andreas Storm bei der Übergabe. „Ich bin froh, dass sich die Jugendlichen in den saarländischen Gemeinden so zahlreich an der Aktion beteiligt haben und damit ihr Interesse an einer aktiven Mitgestaltung ihres Lebensumfeldes zeigen.“

Insgesamt wurden über 3.100 Fragebögen ausgewertet. Insbesondere die Themen Mobilität, Räume und Plätze aber auch Beteiligung am öffentlichen Leben wurden von den Jugendlichen als wichtige Faktoren für ein gutes Miteinander im Zusammenleben genannt.

"3,1 ist ein ehrliches Ergebnis"

Die Städte und Gemeinden im Saarland erhielten die Durchschnittsnote 3,1. „Dies ist ein ehrliches Ergebnis“, kommentierte der Familienminister, „es zeigt aber auch, dass noch Luft nach oben ist und Platz für Verbesserungen“.

Insgesamt wurden Noten zwischen 2,3 und 3,6 vergeben. Der Landesjugendring verwies darauf, dass es sich nicht um ein Ranking der saarländischen Städte und Gemeinden handele, sondern man wolle mit der Schulnote  den Jugendlichen die Chance einer Bewertung aus ihrer Perspektive geben.

Weitere Themen waren das Workcamp „Buddeln und Bilden“ 2013 an der Gestapo Gedenkstätte „Neue Bremm“, an dem 130 Jugendliche aus dem ganzen Saarland teilgenommen hatten. In Zusammenarbeit mit Studierenden der Universität Trier wurden neue Methoden umgesetzt, um die Geschehnisse noch anschaulicher als bisher altersgerecht nahezubringen. Das Workcamp soll auch in 2014 fortgesetzt werden.

Vielfältige Angebote für die saarländische Jugend

Großes Lob gab es auch für den Jugendserver Saar, der als nicht kommerzielles Internet-Angebot Informationen zu vielfältigen jugendrelevanten Themen entwickelt hat. Er ist bei Jugendlichen und Fachkräften gleichermaßen ein wichtiges und vielgenutztes Informationsmedium geworden.

„Mit dem Jugendserver holen wir die Jugendlichen dort ab, wo sie sich häufig befinden, nämlich im Netz“, bestätigte Catharina Becker, Vorsitzende des Landesjugendrings, den Erfolg. Technisch und vor allem aber auch inhaltlich hat sich der Jugendserver in den vergangenen Jahren stetig zu einer wichtigen Instanz der Medienbildung weiterentwickelt.

Auch wurden gemeinsam mit anderen Partnern Projekte entwickelt, wie z.B. das Portal „Erinnert-euch“ zu den Themen Rechtsextremismus/Nationalsozialismus, das Internetportal „Datenparty“ mit Informationen zum Datenschutz oder ganz aktuell das Jugendbeteiligungsprojekt DingDeinDorf mit seinen Tools zur direkten Beteiligung der Jugendlichen unter dem Stichwort „E-Partizipation“.

Minister Storm dankte dem Landesjugendring Saar für die  gute Zusammenarbeit und sicherte zu, dass trotz der angespannten Haushaltslage des Saarlandes die Förderung des Landesjugendrings auch im kommenden Jahr gesichert sei.

„Der Landesjugendring hat seit Jahren das Thema Jugendbeteiligung immer weiter vorangetrieben und Verantwortliche in Politik und Verwaltung dazu bewegt, die Mitgestaltungsmöglichkeiten von jungen Menschen stetig zu verbessern.“

Catharina Becker bedankte sich im Namen des Vorstands für die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Minister und seinem Haus. „Wir freuen uns sehr über seine Wertschätzung der Kinder- und Jugendarbeit im Saarland. Für uns ist es jetzt als Interessensvertretung der Kinder- und Jugendverbände von besonderer Bedeutung, dass sich in den kommenden Jahren deren Rahmenbedingungen nicht verschlechtern und zukunftsfähig bleiben.“

(Quelle: saarland.de)


 


 

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