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Doppelausstellung

Saarlouis und Dillingen ehren Johannes Kühn

Anlässlich des 80. Geburtstags von Johnannes Kühn gibt es gleich zwei Ausstellungen, die sich mit dem künstlerischen Schaffen des saarländischen Dichters und Zeichners befassen. Im Alten Schloss Dillingen und im Atelier Museum Haus Ludwig Saarlouis sind seine Werke von 9. Februar bis zum 2. März zu bewundern.

Einem ganz besonderen Künstler erweist der Kunstverein Dillingen - in Zusammenarbeit mit dem Museum Haus Ludwig Saarlouis - gleich zu Beginn des neuen Veranstaltungsjahres die Ehre: In einer Doppelausstellung - in Dillingen und in Saarlouis - wird der saarländische Dichter Johannes Kühn anlässlich seines achtzigsten Geburtstages geehrt.

1934 als Sohn einer Bergarbeiterfamilie geboren, zählt der seit seiner Kindheit in Tholey-Hasborn lebende Künstler zu den bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikern der Gegenwart. Neben Märchen, Theaterstücken und einer Erzählung, sind es vor allem die Gedichte, die den über die Landesgrenzen hinaus reichenden Ruf des viel beachteten Schriftstellers begründen.

Von bedeutenden Literaten wie Ludwig Harig, Reiner Kunze, Peter Rühmkorf, Brigitte Kronauer oder Elisabeth Borchers gewürdigt, wurde Kühn mit vielen Preisen - etwa dem Kunstpreis des Saarlandes (1988), dem Hermann-Lenz-Preis (2000) oder dem Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (2004) - ausgezeichnet.

Skurrile Figuren aus Linien, Strichen und Schraffuren

Die eindringlichen Sprachbilder des Dichters entspringen der tiefen Verbundenheit zu seiner Heimat. Sie handeln von den Menschen, ihrem alltäglichen Denken und Tun und preisen die Natur in ihrer Schönheit und Vielfalt - immer wieder neu empfunden und zu allgemeingültigen Sinn-Bildern überhöht.

Doch hat es im Leben des saarländischen Dichters eine Zeit gegeben, da schien es, als seien dem Poeten die Worte abhanden gekommen. In jenen Jahren - zwischen 1982 und 1994 - fand Johannes Kühn - getragen von der Hoffnung, "das verklungene und ausgelöschte Temperament zu  regenerieren" - in der Zeichnung eine neue Form des künstlerischen Ausdrucks.

Unzählige Darstellungen von der Hand des Dichters sind in dieser Zeit entstanden. Viele davon waren schon 2009, anlässlich des 75. Geburtstags von Johannes Kühn, im Alten Schloss zu sehen.

Dargestellt sind Menschen, Tiere und Bäume - aus zügigen Liniengebilden oder farbigen Strichbündeln komponiert. Sie formieren sich zu skurrilen Figuren, eingebettet in kleine Landschaften oder umsponnen von einer phantastischen Aura aus bizarren, grellbunten Linien, Strichen und Schraffuren. 

Kopf-Bilder

Johannes Kühn erlebte die Auseinandersetzung mit Farbe und Form als einen Akt der Selbst-Befreiung - intensiv und von heilender Wirkung, gerade so , "als sei im Kopf ein gütiges Feuer angezündet".

Die Erfahrungen des Zeichners spiegeln sich in vielen seiner Kopf-Bilder wider, die auch den Schwerpunkt der Ausstellung bilden. Hier treten die ausdrucksstarken Motive in Beziehung zu themenverwandten Arbeiten namhafter Künstler wie Johannes Lotz, Jonathan Meese, Max Weinberg, Miriam Cahn, Helmut Butzbach, Donald Baechler, Juliana Hümpfner, Leo Kornbrust und Wanda Pratschke.

Parallel werden auch ab 9. Februar unter dem Titel "Dreh dich im Kopf meine Sonne, Hoffnung" im Atelier Museum Haus Ludwig Zeichnungen von Johannes Kühn von 1984-1992 gezeigt. Im Rahmen der Saarlouiser Ausstellung findet am Sonntag, 23. Februar um 16 Uhr eine Lesung mit Johannes Kühn statt.

Eine von Francis Berrar sowie Irmgard und Benno Rech herausgegebene Festschrift begleitet das Projekt. Beide Ausstellungen stehen  unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin des Saarlandes, Annegret Kramp-Karrenbauer.

Ausstellung: "Und es scheint, als sei im Kopf ein gütiges Feuer angezündet"

Das Ausstellungsprojekt wird am 9.2.2014 um 11 Uhr im Alten Schloss Dillingen eröffnet. 

Altes Schloss Dillingen
Schlossstr.10
66763 Dillingen

Grußwort: Ulrich Commerçon, Minister für Bildung und Kultur.
Festrede: Prof. Dr. Oliver Ruf, Hochschule Furtwangen University
Öffnungszeiten: Do/Fr/Sa/So 14 - 17 Uhr
Dauer der Ausstellung: 09. Februar bis 02. März 2014

Ausstellung „Dreh dich im Kopf meine Sonne, Hoffnung. Zeichnungen von Johannes Kühn 1984 – 1992“

Atelier Museum Haus Ludwig
Kaiser-Wilhelm-Straße 2
66740 Saarlouis

Öffnungszeiten: Di - Fr 10 - 13 Uhr und 14 - 17 Uhr - Sa, So u. an Feiertagen 14 - 17 Uhr.
Lesung: Sonntag 23. Februar um 16 Uhr
Dauer der Ausstellung: 09. Februar bis 02. März 2014
Informationen: 06831/12 85 40 oder 443-412/413

(Redaktion)


 


 

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