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Entscheidungen treffen

Vom Weg an die Spitze

Ziele sollten immer so präsent sein wie ein Bildschirmschoner. Sie helfen uns dabei den richtigen Weg zu finden und die dafür nötigen Entscheidungen zu treffen. Wie meinte Thomas Edison so passend: „Bei vielen gescheiterten Existenzen handelt es sich um Menschen, die sich zum Zeitpunkt, als sie ihr Vorhaben aufgaben, nicht im Klaren darüber waren, wie kurz sie vor dem Erfolg standen.“

Jeden Tag müssen wir neue Entscheidungen treffen. Den meisten Menschen fallen sie trotzdem schwer. Natürlich ist es nicht immer leicht, denn man kann sich nie der Konsequenzen sicher sein. Doch Entscheidungen sind vor allem in der Karriere und im Unternehmen nötig, um weiter zu kommen und um Erfolg zu haben. Warum tun sich also so viele Menschen schwer mit Entscheidungen? Die Antwort darauf liegt in unserem Vorstellungsvermögen …

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

Am Anfang war die Idee. Etwas Neues, das es in dieser Form noch nicht gibt. Dafür müssen wir allerdings erst einmal die bisherigen Muster und Gegebenheiten hinterfragen. Letztlich sind wir doch nur in der Lage, besser zu werden, wenn wir an den Dingen zweifeln, die es bereits gibt. Alle wirklich erfolgreichen Menschen sind Neudenker. Keiner von ihnen hat gemacht, was andere vorgegeben haben. Es gibt keine Ausbildung oder einen vorgezeichneten Weg, der einen zu einem Bill Gates oder Mark Zuckerberg macht. Zu allen beruflichen Rollen, in denen ich bisher erfolgreich war – Gründer, Unternehmer, Vorstand, Trainer, Berater, Redner, Autor – gibt es keine Anleitung. Das sind keine wirklich soliden Berufe, sondern Berufe, bei denen man sich vorher für ein Risiko entscheiden muss. Die meisten Menschen trauen sich den Sprung ins kalte Wasser nicht. Aber die Frage ist doch, wer am Ende die wirklichen Verlierer sind.

Wir müssen uns früh von den Fesseln lösen, um unsere Visionen nicht zu verlieren

Die Macht, etwas zu ändern, haben wir. Kleine Entscheidungen werden von uns jeden Tag getroffen. Etwa im Restaurant, wenn wir unser Essen von der Speisekarte auswählen müssen. Wir suchen in einem Moment der Entscheidung blitzschnell das aus, was unserer Vorstellung von unserem Leben entspricht. Vorausgesetzt, wir haben eine. Die Ursache dafür, dass es so wenige Visionäre in unserer Welt gibt, findet sich schon in den Kinderschuhen. Schon als Heranwachsende werden wir zu Kleingeistern gemacht. Unsere Träume, so unrealistisch sie auch sein mögen, werden oft nur belächelt und als kindliche Fantasie abgetan. Dabei sind es genau diese Fantasie und Furchtlosigkeit, die dem Großteil der Menschen fehlen, obwohl genau sie häufig der Schlüssel zum Erfolg und Glück sein können. 

Eine Studie zum Erfolg

Die amerikanische Elite-Universität Harvard hat über einen Zeitraum von zehn Jahren den Werdegang seiner Studienabgänger nachverfolgt. 83 Prozent der Absolventen hatten sich keine Ziele für ihre Karriere gesetzt. Sie verdienten später einen bestimmten Dollarbetrag. Vierzehn Prozent hatten klare Zielsetzungen für ihre Karriere, die sie aber nicht schriftlich verfasst hatten. Sie verdienten im Durchschnitt dreimal so viel wie die erste Gruppe. Nur drei Prozent hatten klare Zielsetzungen, die sie auch explizit schriftlich festhielten. Sie verdienten im Schnitt zehnmal so viel wie die erste Gruppe. Und es ist nur logisch, dass es so gekommen ist: Diejenigen mit einer klaren Vorstellung konnten, wenn es einmal darauf ankam, in wenigen Sekunden eine Entscheidung treffen. Die anderen zauderten, mussten vorher überlegen, waren sich nicht sicher und haben im schlimmsten Fall Chancen verpasst, die sich nur einmal im Leben bieten. 

Der Weg zum Gipfel

Denn man landet nicht zufällig auf dem Berggipfel. Man muss sich erst für ein Ziel, den Weg dorthin, entscheiden. Gute Bauern wissen vorher, was auf dem Hof zu tun ist. Gute Architekten wissen, wie das Haus aussehen soll, bevor es gebaut ist. Menschen mit Vision wissen wo sie hinwollen. 

Wir sollten uns also einmal fragen:

  • Wer bin ich und was macht mich aus? 
  • Was sind meine Vorstellungen von einem glücklichen Leben? 
  • Was ist mein Ziel und was ist meine Idee?

Ziele sollten immer so präsent sein wie ein Bildschirmschoner. Sie helfen uns dabei den richtigen Weg zu finden und die dafür nötigen Entscheidungen zu treffen. Wie meinte Thomas Edison so passend: „Bei vielen gescheiterten Existenzen handelt es sich um Menschen, die sich zum Zeitpunkt, als sie ihr Vorhaben aufgaben, nicht im Klaren darüber waren, wie kurz sie vor dem Erfolg standen.“

Autoreninfo: Hermann Scherer baute mehrere Unternehmen auf, die zum Marktführer wurden oder sich auf Anhieb unter den Top 100 des deutschen Handels platzierten. Die Süddeutsche Zeitung schreibt über den internationalen Businessexperten: „Er gehört zu den Besten seines Faches.“ Die Zusammenarbeit mit weit über 2.000 Marktführern hat ihm den Ruf des praxisorientierten Businessexperten eingebracht. Der mehrfach ausgezeichnete Autor ist Mitglied im Q-Pool 100 und Lehrbeauftragter an mehreren europäischen Universitäten sowie dem Management-Seminar der Universität St. Gallen. Heute vermittelt er sein Wissen als inspirierender, motivierender Redner. Persönlicher Erfolg und Unternehmenserfolg stehen im Zentrum seiner Vorträge.

Buchtipp: Schatzfinder

Warum manche das Leben ihrer Träume suchen – und andere es längst leben 256 Seiten, geb. mit Schutzumschlag, inkl. E-BookD 19,99 € / A 20,60 € ISBN 978-3-593-39831-0Campus 2013

Wer vom Leben mehr will, muss sich aus festgefahrenen Strukturen lösen und wieder selbstbestimmt leben Normal, gewöhnlich, durchschnittlich – die Weichen für ein eintöniges und einheitliches Leben werden schon früh gestellt. Systematisch werden in Erziehung, Schule und Beruf individuelle Lebensentwürfe sabotiert und Menschen zur Durchschnittlichkeit angeleitet. Alle sollen das Gleiche gleich gut können. Das Prinzip „Stärken stärken“ scheint es in unserem Bildungssystem nicht zu geben. Und trotzdem träumen unzählige Menschen davon, etwas Besonderes zu sein und Außergewöhnliches zu leisten. Das gelingt allerdings nur den wenigsten. 

Hermann Scherer ruft in seinem neuen Buch Schatzfinder dazu auf, die auferlegte Mittelmäßigkeit zu verlassen und wieder zu selbstbestimmter Freiheit zu finden. Der „Schatz“ unseres  Lebens, den wir finden und bergen müssen, liegt in unserer Individualität, unseren persönlichen Stärken, Wünschen und Ideen. Sie zu leben bedeutet aber, Konventionen, Regeln und das Diktat der Gewöhnlichkeit zu brechen. Und das hat Konsequenzen: Nur wer den Mut hat, „anders“ zu sein, nur wer es aushält, alleine gegen viele zu stehen, und nur wer bereit ist, Zusammenbrüche zu erleiden, der wird am Ende sein Glück finden.

(Redaktion)


 


 

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