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Selbstwertgefühl entscheidet über Erfolg im Beruf

Die Grundlage für Erfolg und Glück im Berufsleben ist ein gesunder Selbstwert. Diesen bekommen Kinder im schulischen und universitären Bereich jedoch viel zu wenig vermittelt. Zu diesem nüchternen Fazit kommt Coach und Buchautor Martin Laschkolnig

"Selbstwert hilft gegen Mobbing und fördert zudem die Wertschätzung", sagt Buchautor Laschkoinig. Leider fehle es in unseren Schulen an einer Ausbildung in emotionaler Intelligenz, an sozialem Durchblick und einem wertschätzenden Umgang mit sich selbst und anderen. Pilotversuche hätten deutlich gezeigt, dass eine gezielte Förderung von Selbstkompetenz und Selbstwert massiv positive Auswirkungen habe.

Es gibt keinen zu hohen Selbstwert

Mit dem Mythos des Zuviel an Selbstwert müsse man aufräumen, betont Laschkolnig. Das gebe es nicht. "Wer aggressiv und arrogant auftritt hat keinen zu hohen, sondern einen defensiven Selbstwert. Arroganz und Aggression dienen der Verteidigung und sind selbst kein Ausdruck von Stärke." Ein gesunder hoher Selbstwert zeichne sich hingegen durch aktives Mitgefühl und Empathie aus.

"Ein Großteil der Menschen in westlichen Gesellschaften hat starke Zweifel daran, dass sie es wirklich verdienen glücklich zu sein und respektiert zu werden", so Laschkolnig. Das sei kein Wunder, denn über Jahrhunderte hinweg sei uns das eingetrichtert worden. Aber im Leben gehe es nicht nur um die Erfüllung materieller Werte, sondern auch um eine persönliche und emotionale Erfüllung. "Und dafür ist ein gesunder Selbstwert grundlegende Voraussetzung."

Selbstreflexion als Grundvoraussetzung

BUCHEMPFEHLUNG:

"Es ist wichtig für sich selbst herauszufinden, wo man gerade steht", betont der Experte. "Sich selbst als wenig wertvoll und wenig kompetent zu empfinden, führt zu einem niedrigen Selbstwert. Sich wenig wertvoll, aber kompetent zu fühlen, führt ebenso zu defensivem Selbstwert wie sich selbst wertvoll, aber wenig kompetent zu fühlen", unterstreicht Laschkolnig.

Ziel sollte es sein, sich selbst als wertvoll und kompetent zu fühlen, denn das führe letztlich zu einem hohen Selbstwert. Dieser Archetyp, der "Gelassene", zeichne sich durch die Balance zwischen Wert und Kompetenz aus. "Dieser Mensch muss niemandem etwas beweisen - auch sich selbst nicht. Er zeichnet sich durch eine gesunde Mischung aus Ambition, Zufriedenheit und Gelassenheit aus und kann sich zu großen Taten entschließen, aber auch anderen den Vortritt lassen."

Der Selbstwert eines Menschen beruht auf Einzelfaktoren - von angeborenen Eigenschaften wie Erscheinung, Intelligenz oder natürliche Fähigkeiten, aber auch dem Gefühl mögenswert und liebenswert zu sein. Schließlich spielt auch das Gefühl, die Kontrolle über das eigene Leben zu haben, eine Rolle. Zudem kommen noch ethische und moralische Werte sowie Integrität . Persönliche Errungenschaften wie Erfolg, Fertigkeiten, Besitz und Status bilden einen weiteren Faktor. Laschkolnig betont, dass die richtige Balance aus den verschiedenen Faktoren eine wichtige Rolle spielt. "Wer sich lediglich über seinen Beruf definiert, fällt bei Arbeitslosigkeit oder Pensionierung in ein tiefes Loch."

Hebel bei Schulsystem ansetzen

Laschkolnig ist überzeugt davon, den Hebel zur Hebung des Selbstwerts im Schulsystem anzusetzen. Schließlich sei das die Kaderschmiede für das Berufsleben. Im öffentlichen Raum wünscht sich der Experte einen positiveren Umgang. "Da sollen vor allem die Medienmacher an die Kandare genommen werden, denn hier fehlt es vor allem am positiven Wertekontext."

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von HP
02.05.12 19:50 Uhr
Ganz schön oberflächlich

Das Selbstwertgefühl (Selbstwert) stellt die subjektive Bewertung der eigenen Person dar.

Je größer das Urvertrauen, Grundlage eines großen Selbstwertgefühls - entsteht bereits im Kleinkindalter (orale Phase nach Freud) im Umgang mit den Primärpersonen - um so größer das Vetrauen und somit die Fähigkeit das Leben anzunehmen.

Unser Selbt wird durch die Rückspiegelung auf unsere Interaktionsangebote beeinflusst. Die Bildung des Selbst ist somit durch die Interaktionen aus der Umgebung beeinflussbar. Es bedarf keiner Ausbildung in emotionaler Intelligenz oder sozialem Durchblick, sondern es besteht Bedarf einer einer ethischen Maxime. Bereits Kant hatte hier eine gute Idee, indem er sagte: "Was du nicht willst, dass man dir tu - das füg auch keinem andren zu."

Ich halte es für bedenktlich, wenn Trainer ohne Nachweis einer therapethischen Ausbildung oberflächlich über die Selbstbildung in der Schule Expertenstatements verfassen.

PS: Buchautor und Coach ist für mich keine ausreichend Qualifikation um als Experte zu gelten. Wenn es um die Verbesserung der Schule geht, hat Prof. Spitzer aus Ulm gute Ideen vorgetragen, die einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sein sollten.

 

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