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European Job Day

900 Besucher informieren sich über den Arbeitsmarkt der Großregion

Rund 900 Besucher kamen am Freitag, 9. Mai, zum European Job Day in die Europäische Kunstakademie Trier. Sie informierten sich bei rund 100 Ausstellern rund um die Themen grenz- und branchenüberschreitende Aus- und Weiterbildung, Grenzgängertum und soziale Sicherheit. Insgesamt wurden mehr als 1.000 freie Stellen auf der Info- und Jobmesse präsentiert.

"Unsere Besucher können sich heute auf mehr als 1.000 offene Stellen in der gesamten Großregion bewerben", fasst EURES-Beraterin Annette Fehrholz die große Anzahl an Vakanzen in allen Branchen zusammen.

„Neben den Stellenausschreibungen der ausstellenden Betriebe werden auf einer Jobwall noch viele weitere Jobs angeboten. Diese Daten kommen von den öffentlichen Arbeitsverwaltungen der Großregion, von FOREM, ADEM, pole emploi und den Arbeitsagenturen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland.“

„Hinzu kommen viele EURES-Partner und Institutionen, bei denen sich Interessenten rund um das Thema Grenzgänger informieren können“, ergänzt ihr Kollege Mirko Löhmann.

Die Besucher nehmen das vielfältige Angebot dankend an: Bereits am Morgen ist die Europäische Kunstakademie, wo die Messe in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindet, gut gefüllt. An vielen Ständen bilden sich Schlangen, Jobsuchende führen die ersten Bewerbungsgespräche des Tages.

„Auch unsere Informationsvorträge und die Power-Talks der Unternehmen und Institutionen wurden von den Besuchern gut angenommen.“, freut sich Löhmann.

Fachkräftemangel grenzüberschreitend spürbar

Der Fachkräftemangel macht sich auch in unseren Nachbarländern breit: In Luxemburg fällt es den Arbeitgebern zunehmend schwerer, geeignetes Personal zu finden, wie uns Firmen wie CFL, Rexel oder Union Investment Luxemburg bestätigen.

„Qualifizierte Führungskräfte sind in Luxemburg vor allem im Finanzsektor hart umkämpft.“, erklärt Christian Stoffel, Personalleiter von Union Investment Luxemburg. Umso wichtiger ist es für die Firmen, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsentieren.

„Wir setzen sehr stark auf Employer Branding, haben ein ansprechendes Karriereportal und auch eine speziell auf´s Recruiting ausgerichtete Facebook-Fanpage.“, so Stoffel, der in diesem Jahr zum ersten Mal am Europaen Job Day teilnimmt. „Die Resonanz, besonders auch über die Social-Media-Kanäle, ist sehr gut.“

Bereits zum dritten Mal dabei ist Frank Przygodda, Director bei Alter Domus. Das Luxemburger Unternehmen sucht vor allem BWLer. Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen, bei denen Französisch Grundvoraussetzung ist, reichen hier – fachliche Eignung vorausgesetzt – englische Sprachkenntnisse aus. „ Es gab heute schon einige vielversprechende Gespräche mit qualifizierten Kandidaten“, freut sich Przygodda.

Der viel zitierten Mangel bei Pflegekräften bekommt Gaby Mutmann-Klassen vom Club Aktiv e.V. zu spüren. „Aufgrund der Grenznähe zu Luxemburg wirkt sich der Mangel bei uns vermutlich noch stärker aus, als im Rest von Deutschland. Das liegt einfach daran, dass aufgrund des Steuersystems in Luxemburg die Pflegekräfte mehr verdienen.“, erklärt Mutmann-Klassen, die heute unter anderem über das aktuelle Jobangebot, freie Plätze für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und Weiterbildungsmöglichkeiten rund um die Pflege informiert.

Unternehmen wollen sich als attraktive Arbeitgeber präsentieren

Da sich der Fachkräftemangel aufgrund des demografischen Wandels in Zukunft noch verschlimmern wird, investieren immer mehr Unternehmen frühzeitig in den Aufbau einer starken Arbeitgebermarke, um den künftigen Fachkräftebedarf zu sichern.

Viele der ausstellenden Unternehmen suchen auf dem European Job Day bereits nach geeigneten Auszubildenden und Anwärtern für 2015. So etwa das Polizeipräsidium Trier und GKN DriveLine.

Mit eigenen Karriereportale, Stellenausschreibungen via Social Media und Recruitingfilmen wollen sich die Unternehmen nachhaltig als attraktiven Arbeitgeber präsentieren.

„Wir haben schon vor Jahren damit begonnen, uns als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren“, sagt Dr. Thomas Simon, Geschäftsführer von IT-Haus. „Und heute profitieren wir davon: Durch ein ansprechendes Karriereportal, regelmäßige Messebesuche, aber auch Aktionen wie Girls´ und Boys´ Day, erreichen wir viele interessierte und qualifizierte Personen, die gerne im IT-Umfeld tätig werden wollen.“

Direkter Kontakt zum Bewerber

Neben Online-Maßnahmen ist für die Unternehmen vor allem auch die Präsenz vor Ort zur Steigerung der Arbeitgebermarke wichtig. Etwa durch Teilnahme auf Jobmessen wie dem European Job Day. Personalverantwortliche können so direkt und in ungezwungener Atmosphäre mit Jobinteressenten in Kontakt treten.

„Uns gefällt die Idee hinter dem European Job Day sehr gut.“, sagt Christian Botzet vom Palais Trier. „Dass die Großregion im Mittelpunkt steht, finden wir sehr spannend, da wir selbst in der Region tätig sind. Wir möchten uns heute einem interessierten Publikum in persönlichen Gesprächen als Arbeitgeber vorstellen.“

Sein Kollege von A.R.T., der Personalverantwortliche Sascha Hahn, zeigt sich zufrieden mit der Besucher-Resonanz auf dem European Job Day 2014: „Wir suchen derzeit nach vier LKW-Fahrern. Und es gab heute bereits einige sehr viel versprechende Bewerber, die sich vorgestellt haben.“

„Aufgrund der positiven Resonanz, sowohl von Besucher- als auch Ausstellerseite, wird es auch im kommenden Jahr wieder einen European Job Day geben“, verspricht Löhmann. „Das Interesse an grenzüberschreitenden Stellenangeboten und Informationen für Grenzgänger ist nach wie vor sehr hoch.“

(Redaktion)


 


 

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