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LuxairTours-Chef Kunkel

Die Großregion ist extrem wichtig für uns

“Wenn Brasilien gegen Deutschland spielt, bin ich für Brasilien”

business-on.de: Sie haben in Frankfurt, Düsseldorf, Wien und in Porto -Alegre/Brasilien gelebt. Für welche Stadt schlägt Ihr Herz?

Alberto Kunkel, Luxair: Das würde ich einfach mal aus sportlicher Sicht beantworten: Also wenn Brasilien gegen Deutschland spielt, bin ich für Brasilien. Wenn Deutschland allerdings gegen andere Nationen spielt, bin ich immer für Deutschland.

business-on.de: Was ist der größte Unterschied zwischen Luxemburgern und Deutschen?

Alberto Kunkel, Luxair: Ich würde sagen, dass der Luxemburger eine andere Prägung hat als der Deutsche. Internationaler aufgestellt ist aber trotzdem zum Teil versucht, seine Kultur zu bewahren. Der Luxemburger hat in der Vergangenheit hart dafür kämpfen müssen, seine eigene Identität, Sprache und die Grenzen des kleinen Landes zu bewahren.

Das „nation branding“, bei Firmen würde man sagen Corporate Identity , zu bewahren war für den Luxemburger immer sehr hart. Die Deutschen hatten das Problem in dieser Form nie gehabt.

business-on.de: Luxemburg ist ja immer so ein Sprachenmix. Gibt es bei Ihnen eine Hauptsprache?

Alberto Kunkel, Luxair: Eigentlich nicht. Wir sprechen bei uns sehr viel Französisch, da viele unserer Kollegen aus Frankreich oder Belgien kommen. Je nach Team sprechen wir aber auch mal deutsch. Allerdings immer weniger.

Was mehr kommt, ist, dass Englisch gesprochen wird. Wenn etwa in Meetings Deutsche da sind, die kein Französisch sprechen, oder Franzosen, die kein Deutsch sprechen, dann läuft mittlerweile sehr viel auf Englisch.

“Mit der Dynamisierung weiterhin Schritt halten”

business-on.de: Was sind die großen Herausforderungen für Fluggesellschaften in den nächsten fünf Jahren?

Alberto Kunkel, Luxair: Die große Herausforderung der Zeit ist, wenn ich mal auf den Tour Operator Bereich sehe, die Dynamisierung der Preise. Früher hatten wir in der Branche zwei Zeitpunkte im Jahr, zu denen wir Preise festgelegt haben. Das war einmal wenn der Winterkatalog rauskam und einmal wenn der Sommerkatalog rauskam.

Mittlerweile ist es so, dass wenn heute ein Katalog auf dem Markt erscheint, sich die Preise am nächsten Tag schon wieder ändern. Die ganze Welt wird dynamischer.

Wir haben daher Projekte gestartet, um unsere IT und unsere Art zu arbeiten umgestalten und mit dieser Dynamisierung weiterhin Schritt halten zu können. Das ist ein ganz wichtiges Thema, was Tour Operating betrifft.

Was Airline oder die Firma allgemein betrifft, haben wir entschieden, dass wir künftig den Kunden stärker in den Fokus rücken. Dazu müssen wir wissen, wer unser Kunde ist. Da sind wir gerade dabei ein neues CRM, also Customer Relationship Management, einzuführen. Das betrifft alle Abteilungen des Unternehmen. Das einzige Ziel dabei ist es, den Kunden in den Fokus al unserer Bemühungen zu stellen.

business-on.de: Wie kann man eine Firma mit so vielen Mitarbeitern wie sie Luxair hat bei solchen geplanten Umstellungen in die richtige Richtung steuern?

Alberto Kunkel, Luxair: Das ist in der Tat nicht einfach. Wir haben dazu ganz viele Projekte im Change Management gestartet. Dabei geht es vor allem darum, die interne Kommunikation optimal aufzustellen.

Und natürlich auch darum, die einzelnen Teams mit Trainings und Gesprächen in die richtige Richtung zu lenken zu schulen und dazu zu bringen, dass sie unsere neuen Methoden lernen und anwenden können.

(Sascha Baron)


 


 

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