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Expansion nach China

Wie der deutsche Mittelstand Fernost erobern kann

Die Krise hat Europa noch immer fest in ihrem Griff. Expansion in außereuropäische Märkte wird daher immer interessanter. Vor allem die aufstrebende Marktwirtschaft in China erfreut sich dabei großer Beliebtheit. Eine Chance nicht nur für Großunternehmen. Gerade der deutsche Mittelstand ist aufgrund seiner Agilität prädestiniert, um relativ schnell in China zu Erfolgen zu kommen, wenn das schwierige Personalthema und insbesondere das der Führungskräfte gut gelöst wird.

Bei großen Konzernen gehört es längst zum Alltagsgeschäft und auch viele Mittelständler sind bereits seit Jahren in China vor Ort. Denn der europaweiten Krise zum Trotz, lässt sich auf dem im Aufschwung befindlichen chinesischen Markt viel Geld verdienen.

Allerdings braucht es neben guten Sprachkenntnissen auch umfassendes interkulturelles Wissen, um in China erfolgreich zu sein. Die Ausbildung eines deutschen Managers zum Experten für das chinesische Business ist aufwendig, teuer und langwierig, der Erfolg ungewiss.

Die Rekrutierung chinesischer Fach- und Führungskräfte mache sich da viel schneller bezahlt, behaupten Branchenkenner. In ihnen sieht auch Dr. Tobias Busch, der ehemalige Präsident von Volkswagen India, das Geheimnis des Erfolgs in Fernost: „Die Schlüssel zum chinesischen Markt sind Ausdauer, kluge Produktpolitik und gutes chinesisches Personal.“

10.000 erstklassig ausgebildete Chinesen in Deutschland

Das chinesische Personal wäre nicht einmal so schwer zu finden, sagt Busch, der heute Geschäftsführer einer auf China spezialisierten Personalberatung ist: „Wir haben mindestens 10.000 erstklassig ausgebildete Chinesen, die in Deutschland arbeiten. Einige von ihnen sind ganz herausragend gut“

Hinzu kämen viele gebildete Chinesen, die in Deutschland studieren. „Besonders die deutschen Ingenieurfakultäten haben einen hervorragenden Ruf in China“, weiß Busch. Diese bereits nach westlichem Standard ausgebildeten, interkulturell erfahrenen Fachkräfte haben meist ein emotionales Verhältnis zu Deutschland aufgebaut und suchen nach ihrem Studium nach interessanten Anstellungen bei deutschen Unternehmen.

Nach Meinung des China-Experten haben vor allem mittelständische Firmen gute Chance, diese chinesischen High Potentials für sich zu gewinnen: „Der Grund dafür ist, dass besonders die unternehmerisch starken Kandidaten in den Großunternehmen häufig nicht schnell genug auf die Karriereüberholspur kommen, auf die sie gehören. Nach fünf Jahren sind sie oft in der Struktur gefangen und können ihre Stärken nicht richtig ausspielen. Ein Mittelständler, der ihnen eine interessante Position mit Chinahintergrund anbietet, hat gute Karten.“

Im Vergleich zur interkulturellen Weiterbildung eines deutschen Managers sei die Einarbeitung eines leistungswilligen, loyalen und hervorragend ausgebildeten Chinesen oder einer Chinesin meist der effizientere Weg, um im chinesischen Markt Fuß zu fassen.

Bereits bei der ersten Markterkundungsreise würde sich die Wahl für eines chinesischen Mitarbeiters mit deutscher Vergangenheit für das Unternehmen bezahlt machen, meint Busch. Der Chinese kenne die lokalen Regularien und Verhältnisse und verfüge häufig auch schon über ein funktionierendes Netzwerk, das er vom ersten Tag an für seinen neuen Arbeitgeber einsetzen kann. 

Weitere Informationen über die Rekrutierung von chinesischen Fachkräften für mittelständische Unternehmen unter: www.personalglobal.de

Aktuell berichtet Dr. Tobias Busch in loser Folge über Themen wie chinesische High Potentials in deutschen Unternehmen, die aufstrebende Marktwirtschaft China und den Fackräftemangel in Deutschland in seinem Blog unter www.tobiasbusch.com.

(Redaktion)


 


 

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