Sie sind hier: Startseite SaarLorLux Aktuell News
Weitere Artikel
Innenminister Toscani

Öffentliches Statement zur Facebook-Party in Numborn

Am vergangengen Wochenende fand in Numborn, nahe Heusweiler, die bisher größte Facebook-Party Deutschlands statt. Trotz der großteils friedlich feiernden Partygemeinde kam es leider auch diesmal wieder zu Straftaten und Ordnungsweidrigkeiten. Innenminister Toscani äußerte sich nun öffentlich zu diesem medialen Großereignis.

„Niemand hat etwas dagegen, wenn junge Leute gemeinsam friedlich feiern. Miteinander zu feiern verbindet und gehört zum Leben dazu. Ein generelles Verbot von „Facebook-Partys“ ist also nicht angebracht. Ein generelles Verbot wäre rechtlich auch nicht zu machen.

Allerdings: Verletzte Polizeibeamte, Sachbeschädigungen, verwüstete Vorgärten, Randale und zugemüllte Straßen werden wir nicht tolerieren. Feiern: Ja! – Randale: Nein! Die Vergehen vom vergangenen Wochenende sind strikt zu ahnden.“, vetritt Stephan Toscani offen seinen Standpunkt.

In der nächsten Woche bringt Innenminister Stephan Toscani Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (Kreispolizeibehörde), den Heusweiler Bürgermeister Thomas Redelberger (Ortspolizeibehörde) sowie die betroffenen Landesbehörden (Polizei und Zentrale Bußgeldbehörde) an einen Tisch, um die Geschehnisse aufzuarbeiten.

Randalierer zur Rechenschaft ziehen

Die Botschaft lautet: „Randalierer werden zur Rechenschaft gezogen. Im Fall von Numborn werden die verantwortlichen Behörden alle Hinweise zusammentragen und das gemeinsame Vorgehen absprechen. Wer gegen das Recht verstößt, wird bestraft.“ Dies habe zudem präventive Wirkung: Randalierer müssen mit Strafen und empfindlichen Bußgeldern rechnen.

„Wir müssen auch künftig mit weiteren Einladungen zu öffentlichen Facebook-Partys im Saarland rechnen“, so Stephan Toscani. Bislang seien die Erfahrungswerte mit Facebook-Partys gering. Daher sei ein intensiver Austausch zwischen Landkreisen, Gemeinden, der Polizei und der zentralen Bußgeldbehörde des Landesverwaltungsamtes wichtig. Ziel sei es, dass Landesbehörden gemeinsam mit den kommunalen Spitzenverbänden Strategien für weitere Fälle erarbeiten.

„Wahrscheinlich wird es auch in Zukunft Facebook-Partys geben. Wenn dabei randaliert wird, muss der Staat durchgreifen. Eine rücksichtslose Partykultur, auf Kosten der Sicherheit und des Eigentums anderer können wir nicht hinnehmen“, so der Innenminister.

„Verantwortung tragen aber auch die Betreiber solcher sozialen Netzwerke. Damit meine ich in diesem Fall Facebook. Sie müssten eigentlich dafür sorgen, dass die Voreinstellung „Öffentliche Veranstaltung“ nicht automatisch eingerichtet ist, und die Nutzer so davor schützen, versehentlich Masseneinladungen zu versenden.“

(Quelle: saarland.de)


 


 

Facebook-Party
Numborn
Stephan Toscani
Heusweiler
Randale
Strafen
Innenminister

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Facebook-Party" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: