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Fachkräftemangel

IT-Fachkräfte sind wechselwillig

Gerade in der IT-Branche macht sich der Fachkräftemangel sehr stark bemerkbar. Professionelle IT´ler werden allerorten händeringend gesucht. Optimale Voraussetzungen für wechselwillige IT-Profis, gut bezahlte und begehrte Jobs zu bekommen. Allerdings müssen nun auch Unternehmen handeln, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu profilieren und weiterhin Fachkräfte für sich gewinnen zu können.

Bis zu 80 Prozent der IT-Fachkräfte können sich vorstellen, ihren Job zu wechseln, wie verschiedene Studien belegen. "Man sollte sehr gezielt aktiv werden, sonst manövriert man sich schnell in eine Sackgasse", rät Maximilian Nobis vom Beratungshaus Harvey Nash.

Es komme auf den richtigen Mix an. In einem ersten Schritt sollten sich IT-Profis umschauen, welche Unternehmen für sie in Frage kommen und wie dort die Recruiting-Prozesse ablaufen.

Social Media beobachten

"Wir raten dazu, nicht zu viele Bewerbungen gleichzeitig loszuschicken, sondern erst zwei bis drei Bewerbungen und dann abzuwarten. Wenn Dutzende Vorstellungsgespräche zustande kommen, können wechselwillige Angestellte dies schon aus Zeitgründen nicht erfüllen und verbrennen potenzielle Arbeitgeber", so Nobis. Daneben sollten Wechselkandidaten ihr eigenes Profil in den sozialen Netzwerken optimieren. Als IT-Fachkraft müsse man längst nicht mehr so aktiv sein wie noch vor zehn oder 15 Jahren. Es reiche, eigenen Kompetenzen richtig im Netz darzustellen.

Viele Personalverantwortliche suchen nach spezifischen Fachkenntnissen in Kombination mit einem Ort oder beruflichen Positionen. So gerät man automatisch in die richtigen Filter, weiß der Experte.

"Man kann sich auch in die Situation der Suchenden hineindenken: Wie würde jemand suchen, der eine bestimmte Stelle zu besetzen hat? Dann kann man schnell sehen, ob man in der Suche der Social Networks wie Xing und LinkedIn vorkommt", erklärt Nobis.

Als dritten Baustein rät der Experte, sich Personalberatungen zu suchen, die auf die jeweilige Branche spezialisiert sind - und dort persönliche Ansprechpartner zu kontaktieren.

Richtigen Zeitpunkt wählen

Spezialisierte Personalberatungen haben häufig gute Verbindungen zu großen Unternehmen der Branche. Wer sich ein Vertrauensverhältnis mit einem Personalberater aufbaut, kann sich über die aktuelle Situation gut informieren und sich sehr gezielt bei jenen Unternehmen ins Gespräch, bei denen man sonst vielleicht keine Chance hätte. In jedem Fall sollten wechselwillige Angestellte ihre Aktivitäten über ihren privaten Account steuern.

Viele Erst-Telefoninterviews könnten auch vor oder nach der Arbeit geführt werden, oder in der Mittagspause . Komme es dann aber zu konkreten Vorstellungsgesprächen, müsse man sich frei nehmen. "Es macht Sinn, solch eine Initiative zu starten, wenn man gerade kein großes Projekt vor dem Bug hat und sich im Grunde nicht frei nehmen kann", schließt Nobis.

Personalmarketing wird immer wichtiger

Für Unternehmen bedeutet diese Entwicklung, dass Employer-Branding und aktives Personalmarketing eine essentielle Bededutung einnehmen muss, wenn man nicht will, dass die Konkurrenz die besten IT-Fachkräfte abwirbt.

Die neuen Medien bieten optimale Voraussetzungen, sich als attraktiver Arbeitgeber zu profilieren. Besonders beliebt sind sogenannte Video-Testimonials, die authentisch die Vorzüge einer bestimmten Anstellung zeigen. Mehr Informationen hierzu im business-on.de-Artikel zum Thema Personalmarketing.

(Redaktion)


 


 

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