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Fachkräftemangel

Qualifizierte Zeitarbeiter gewünscht

Trotz der Turbulenzen in Europa ist der deutsche Arbeitsmarkt laut einer aktuellen Bekanntmachung der Bundesagentur für Arbeit stabil. Der Fachkräftemangel in Deutschland macht sich sogar immer deutlicher bemerkbar.

"Nur noch 22 Prozent der Unternehmen können freie Stellen aktuell bedarfsgerecht besetzen", sagt Andreas Dinges, Geschäftsführer der deutschen Adecco Gruppe. "78 Prozent sehen dabei große Lücken." Das zeigt eine aktuelle Umfrage, die TNS Infratest im Auftrag der Adecco Gruppe jetzt zum zweiten Mal durchgeführt hat. In 253 Interviews wurden dazu im Juni Entscheider aus Unternehmen in Deutschland befragt. Bei der ersten Umfrage zu Beginn des Jahres konnten noch 25 Prozent der Unternehmen passende Fachkräfte finden. Den neuesten Zahlen zufolge fehlt gerade im hochqualifizierten Bereich gut ausgebildetes Personal. "Etwa 58 Prozent der Unternehmen hat zu wenig Bewerber auf Tätigkeiten, für die ein Hochschulabschluss nötig ist", weiß Dinges. "Jede dritte Firma kann wie vor drei Monaten Positionen nicht besetzen, für die eine Berufsausbildung mit mehrjähriger Erfahrung nötig ist."

Personaldienstleister in der Pflicht

An Personaldienstleister richten die Unternehmen klare Wünsche. Die befragten Entscheider sehen die vorrangige Aufgabe der Zeitarbeit in der Qualifikation von Arbeitnehmern. 73 Prozent der Befragten sagen, Zeitarbeit müsse sich weiter in diese Richtung entwickeln. Bei Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern meinen das sogar 83 Prozent. Insbesondere für Frauen, die nach einer Pause wieder in den Beruf einsteigen, und für ältere Arbeitnehmer wird diese Aufgabe der Zeitarbeitsbranche als wichtig erachtet. Der überwiegende Teil der Unternehmen wünscht sich in diesem Bereich künftig mehr Unterstützung durch Personaldienstleister. Auch bei der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf schreiben sie den Zeitarbeitsfirmen eine besondere Rolle zu.

Qualifikation und Weiterbildung im Fokus

"Diese Herausforderungen haben wir als eine unserer Kernaufgaben erkannt", sagt Andreas Dinges. "Unsere Mitarbeiter werden seit langem kontinuierlich weiterqualifiziert." So könne man den konkreten Erfordernissen in den Kundenunternehmen gerecht werden. "Gerade erst haben wir den Qualifizierungsexperten Trainico komplett von der Lufthansa übernommen" sagt Dinges. "Damit werden wir unser Weiterbildungsangebot deutlich vergrößern, auch jenseits der Luftfahrt." Zudem biete Adecco interne Qualifizierungsprogramme an und arbeite mit externen Bildungsträgern sowie der Industrie- und Handelskammer zusammen. Eine Befragung des Marktforschungsunternehmens Lünendonk unter den Top-Arbeitgebern der Personaldienstleister hat im Juni deren starke Rolle beim Thema Weiterbildung bestätigt. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen deren Maßnahmen um fast zehn Prozent an.

(ots)


 


 

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