Weitere Artikel
Fachkräftestrategie

Saarland will mit guter Ausbildung Fachkräftebedarf sichern

Unter der Leitung von Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger haben sich die Partner des "Zukunftsbündnis Fachkräfte Saar" getroffen. Ziel war es, neue Wege der Fachkräftesicherung zu erarbeiten. Der Schwerpunkt lag auf dem Thema Ausbildung: Bis zur nächsten Sitzung nach der Sommerpause soll das neue "Aktionsprogramm Ausbildung" vorgestellt werden.

„Aus- und Weiterbildung sind ganz wichtige Faktoren zur Deckung des Fachkräftebedarfs in der saarländischen Wirtschaft. Schließlich sind die Auszubildenden von heute die Fachkräfte von morgen. Bei der Optimierung des Übergangs von der Schule in den Beruf geht es vor allem darum, alle Potentiale im Land zu nutzen – denn keiner darf verloren gehen“, erklärte die Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger nach der Sitzung des "Zukunftsbündnis Fachkräfte Saar".

Ausgangspunkt war eine gemeinsame Analyse der Situation des Ausbildungsmarkts. Dieser befindet sich infolge der demografischen Entwicklung schon aktuell in einem grundlegenden Wandel. Die Zahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger wird in den kommenden Jahren weiter kontinuierlich sinken.

Im Saarland werden die Schulentlasszahlen an den allgemeinbildenden Schulen um etwa 35 Prozent bis zum Jahr 2025 zurückgehen. Dieser Trend ist bereits jetzt spürbar und spiegelt sich in der Entwicklung von Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt.

Aktionsprogramm Ausbildung

Auf dieser Basis wurden Handlungsfelder zur Erarbeitung zielgruppenspezifischer Maßnahmen betrachtet. Diskutiert wurden insbesondere eine Intensivierung der Berufsberatung an Schulen sowie die Idee eines Modellversuchs zur lückenlosen Betreuung von Jugendlichen durch eine enge Verzahnung von Schulen und so genannten Jugendberufsagenturen.

Zudem rückten Maßnahmen für förderungsbedürftige Jugendliche ebenso in den Fokus wie die Gewinnung von Fachoberschülern und Studienabbrechern für die duale Ausbildung und schließlich die verstärkte Einbeziehung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

„Wir wollen gemeinsam Nägel mit Köpfen machen. Daher haben die Partner des Zukunftsbündnisses eine ad-hoc-Arbeitsgruppe gebildet, die bis zur nächsten Sitzung nach der Sommerpause die identifizierten Handlungsfelder bearbeitet und ein konkretes ‚Aktionsprogramm Ausbildung‘ vorlegen wird“, so Rehlinger.

Partner im Zukunftsbündnis Fachkräfte Saar sind:

  • Arbeitskammer des Saarlandes
  • Deutscher Gewerkschaftsbund Rheinland-Pfalz/Saarland
  • Handwerkskammer des Saarlandes
  • Industrie- und Handelskammer Saarland
  • Ministerium für Bildung und Kultur
  • Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
  • Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
  • Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit
  • saarland.innovation&standort e.V.
  • Staatskanzlei des Saarlandes
  • Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände

(Quelle: MWAEV)


 


 

Fachkräfte
Saarland
Anke Rehlinger
Zukunftsbündnis

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Fachkräfte" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: