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Trotz großer Namen aus Hollywood - Babelsberg schreibt rote Zahlen

Einzigartige Filmgeschichte, große Namen von Spielberg bis Clooney, Oscar-Produktionen - Ruhm alleine reicht nicht, um im globalen Filmgeschäft zu überleben. Die traditionsreiche Filmfabrik kämpft um ihre Existenz. 2014 wird die Studio Babelsberg AG rote Zahlen schreiben.

"Ich rechne mit einem Verlust von 2,5 Millionen Euro", sagte der Vorstandsvorsitzende Carl Woebcken dem "Handelsblatt". "Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr überleben." Zwei wichtige Produktionen seien nicht zustande gekommen. "Es mangelt an Planungssicherheit", sagte Studio-Vorstand Christoph Fisser der Deutschen Presse-Agentur. Hintergrund sei die Diskussion um Kürzungen des Deutschen Filmförderfonds (DFFF) gewesen. So etwas beunruhige Filmschaffende. "Sie gehen dorthin, wo es das meiste Geld gibt."

Dreharbeiten wie für Spielbergs Agententhriller "St. James Place" (Arbeitstitel) schaffen zwar Aufmerksamkeit, spülen aber nicht genug Geld in die Kasse. "Das sind tolle Filme - aber das Studio steht leer", sagt Fisser. Im vergangenen Jahr war dies ähnlich: Auch gefeierte Filme wie "Grand Budapest Hotel" von Wes Anderson, der für die Golden Globes nominiert ist, oder George Clooneys "Monument Men" hatten viele Außendrehs. Nach einigen schwierigen Jahren wies die Bilanz des Filmstudios 2013 einen Gewinn von 843 000 Euro aus.

Eine Dividende wurde jedoch nicht gezahlt - auch mit Blick auf die wirtschaftlich schwierigen Jahre zuvor. Zuletzt hatte es 2008 eine Ausschüttung gegeben. Für 2016 hat die Aktiengesellschaft ihren Rückzug von der Börse angekündigt.

Geplante Projekte hat Babelsberg zunächst zurückgestellt: Bevor kein besseres Investitionsklima herrscht, geht es mit dem geplanten Neubau der Kulisse "Berliner Straße" nicht weiter, erläutert Fisser. Im August war der Grundstein für das mehr als zwölf Millionen Euro teure Projekt gelegt worden.

Hoffnung macht dem Studiochef eine Entscheidung des Bundesrates: Die Länderkammer beschloss am Freitag, dass der Filmförderfonds 2016 wenigstens wieder auf 60 Million Euro erhöht werden soll. Die Regierungschefs folgten damit einem Antrag aus Brandenburg und Baden-Württemberg, nachdem die Bundesregierung für 2015 eine Kürzung der Förderung um 10 Millionen auf 50 Millionen Euro vorsieht.

Studiochef Fisser übt sich derweil in Zuversicht. Für kommendes Jahr hofft er, dass zumindest eine große Studioproduktion in Babelsberg gedreht werden kann. Mehr Informationen zum Filmstudio auf studiobabelsberg.com  (Quelle: newsroom.de)

(Redaktion)


 

 

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