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INM-Biophysiker erhält Honorarprofessur an der Saar-Uni

Niels de Jonge ist Leiter des Programmbereichs Innovative Elektronenmikroskopie am INM in Saarbrücken. Der Biophysiker hat nun eine Honorarprofessur für Experimentalphysik an der Universität des Saarlandes erhalten. Damit soll die Zusammenarbeit zwischen INM und der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät II verstärkt werden.

Durch die Honorarprofessur kann Niels de Jonge nun Doktoranden betreuen und prüfen. Gleichzeitig wird er für Studierende zusätzliche Praktikumsversuche im Bereich Biophysik erarbeiten und eine Mikroskopie-Vorlesung für fortgeschrittene Studierende anbieten.

Darin wird der Biophysiker neben der optischen Mikroskopie auch Theorie, Techniken, Methoden und Messverfahren heutiger Elektronenmikroskopie lehren.

Außerdem will sich de Jonge verstärkt für das Fach Physik an den Gymnasien einsetzen. „Auf dem Campus bietet die Universität bereits eine Fülle von Angeboten für Schüler. Hier möchte ich mich verstärkt einbringen und mich als Kontaktperson für Schulen zur Verfügung stellen“, sagt der Wissenschaftler.

In seiner Forschung ist de Jonge spezialisiert auf die Elektronenmikroskopie in Flüssigkeiten: Normalerweise erfordern Beobachtungen mit Elektronenmikroskopen Messungen im luftleeren Raum. Die Messproben sind also weder von Gasen noch von Flüssigkeiten umgeben. Dann lassen sich Materialien atomgenau untersuchen.

„Am INM arbeiten wir mit einer neuen Technik, mit der wir auch Materialien in Flüssigkeiten, zum Beispiel biologische Zellen, untersuchen können. So können wir etwa untersuchen, wie Nanopartikel in lebende Zellen gelangen“, erklärt de Jonge, "zudem können wir mit dieser Technologie Energiespeichermaterialien mit der Genauigkeit von wenigen Nanometern erforschen."

Dies gelinge nicht nur durch die neue Messmethode, sondern auch durch das hochmoderne Raster-Transmissionselektronenmikroskop, das das INM vor knapp zwei Jahren erwarb.

Eduard Arzt, wissenschaftlicher Geschäftsführer des INM, betont die Wichtigkeit der Honorarprofessur. „Als Leibniz-Institut hat das INM nicht nur seinen Sitz auf dem Campus. Es zeichnet sich gerade durch die besondere Vernetzung mit der Universität aus“, erklärt Arzt.

Dies zeige sich nicht nur in zahlreichen gemeinsamen Forschungsprojekten oder dem kürzlich eingeführten Modell des INM-Fellow, sondern eben auch durch die jetzige Berufung zum Honorarprofessor, in der de Jonge auch die Lehre an der Universität des Saarlandes mitgestaltet.

(Redaktion)


 


 

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