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Fracking

Was ist eigentlich Fracking?

Hydraulic Fractioning, kurz Fracking, ist eine Methode, mit der Gas- und Ölvorkommen gefördert werden kann. Hierbei wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem Druck in den Boden gespresst. An der Grenze zu Deutschland will die Niederlande nun das Verfahren anwenden.

Nur 0,5 Prozent Chemie

Der Anteil an Chemikalien, der bei diesem Verfahren in die Böden gepumpt wird, damit Öl und Gas gefördert werden kann, ist gering, dennoch ist die Angst groß. Es ist die Angst, dass das Grundwasser auf niederländischer- und deutscher Seite verseucht werden könnte. Das Land NRW plant sogar juristisch gegen die Niederlande vorzugehen. Insbesondere durch die Tagebauten in der Region Aachen-Euregio ist die Gefahr für Schäden beim Grundwasser noch größer.

Pumpen macht es gefährlicher

Für die Tagebauten im Rheinland wird Grundwasser "umgeleitet", damit es nicht die Abbauarbeiten von Braunkohle und Co. erschwert. Durch dieses Pumpen wird auch Grundwasser aus der unmittelbaren Grenzregion angezogen und quasi ins Landesinnere geleitet. Wird also das Grundwasser in der Grenzregion durch die Chemikalischen verseucht, ist der Schaden für das Grundwasser und damit auch für die Wirtschaft noch viel größer.

Gefahr durch Chemie

Normalerweise werden Kaliumchlorid, Isopropanol, Zitronensäure, Boratsalze, Dimethyformamid und Glutardialdehyd bei dem Verfahren eingesetzt. Diese Stoffe verhindert Korrosion an den Förderanlagen und töten gleichzeitig unliebsame Bakterien ab. Doch sind diese chemischen Stoffe, die für die Fördermethode nützlich sind, für das Grundwasser besonders gefährlich. Es gibt zwar Fortschritte bezüglich der Verringerung des Einsatzes von Chemie, dennoch geht es noch nicht ohne.

Gasdepot in NRW?

Quasi direkt unter uns wird Erdgas vermutet. Insbesondere in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, im Oberrheingraben und in Nord-Hessen werden unkonventionelle Lagerstätten für das wertvolle Gas vermutet. Auch in den Niederlanden im Grenzgebiet zu Deutschland geht man davon aus, dass es auch hier Gasvorkommen gibt. Da Erdgas auf dem Weltmarkt sehr teuer ist und sowohl die Niederlande als auch Deutschland einen Großteil importieren müssen, versuchen beide Länder verstärkt selbst Erdgas zu fördern. Doch insbesondere der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen ist das "Fracking" ein Dorn im Auge.

(Redaktion)


 


 

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