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Frauenquote

Saarland will mehr Frauen in Führungspositionen

Derzeit sind Frauen oberster Leitungsebene deutlich unterrepräsentiert. Familienminister Storm hat daher die neuen in Berlin vorgestellten Leitlinien zur Einführung von Geschlechterquoten in Vorständen und Aufsichtsräten begrüßt. Im Saarland steht nun eine Novellierung des Landesgleichstellungsgesetzes an.

"Wir werden im Saarland mit der Novellierung des Landesgleichstellungsgesetzes zeitgleich unseren Beitrag zur Anerkennung der Kompetenz und Leistungsfähigkeit der Frauen im öffentlichen Dienst leisten“, sagte Familienminister Andreas Storm in Saarbrücken.

„Die in den letzten Jahren geführte Debatte um die Einführung einer gesetzlichen Quote, die den Frauenanteil in den Aufsichtsräten und Vorständen großer deutscher Unternehmen vorschreiben soll, hat einmal mehr deutlich gemacht, dass wir in Deutschland – anders als in anderen europäischen Ländern - von einer gleichberechtigten Teilhabe der Frauen an wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen weit entfernt sind“, sagte Storm.

„Und das, obwohl die Kompetenz und die Leistungsfähigkeit der hervorragend ausgebildeten Frauen überall Anerkennung finden und 'Diversity' in den Aufsichtsräten und Vorständen als erfolgsfördernde Unternehmensstrategie gilt. Wir müssen aber auch feststellen, dass freiwillige Vereinbarungen zur Erhöhung des Frauenanteils bisher nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben“, erläuterte der Minister.

Frauen nach wie vor unterrepräsentiert

In oberster Leitungsebene seien Frauen nach wie vor erheblich unterrepräsentiert. Dies gelte für die Privatwirtschaft genauso wie für den öffentlichen Dienst.

„Für den öffentlichen Dienst des Saarlandes wollen wir daher im Rahmen der derzeitigen Novellierung des Landesgleichstellungsgesetzes eine verbindliche frauenfördernde Personalentwicklungsplanung festschreiben und quantitativer Zielvorgaben zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen festlegen, sagte Storm. Durch die geringe Repräsentanz gut ausgebildeter Frauen auf obersten Unternehmensebenen gingen erhebliche Ressourcen für Wirtschaft und Gesellschaft verloren“, so der Minister weiter. „Daher halte ich die Einführung einer gesetzlichen Regelung für unumgänglich.“

„Eine gesetzliche Quote ist kein Allheilmittel, aber die Wirkung einer gesetzlichen Quotenregelung wird sich nicht auf die Führungsetagen beschränken. Ich bin überzeugt davon, dass die Quote dafür sorgen wird, dass sich die Arbeitswelt, die Unternehmens- und Arbeitskultur verändern und es ist höchste Zeit für Veränderung, nicht zuletzt damit Mütter und Väter Familie und Beruf besser vereinbaren können“, sagte der Minister abschließend.

Frauenanteil unter 15 Prozent

Aktuell beträgt der Frauenanteil in Aufsichtsräten 17,2 Prozent. Auf der An-teilseignerseite liegt der Frauenanteil im Verhältnis zum Gesamtaufsichtsrat bei 8,1 Prozent, der Anteil der Arbeitnehmervertreterinnen im Verhältnis zum Gesamtaufsichtsrat bei 9,1 Prozent. Von den Vorständen sind nur 6 Prozent weiblich (Stand 14.01.2014).

Kumuliert liegt der Anteil von Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen bei 11,6 Prozent. Bei einem Zuwachs von 5,1 Prozentpunkten in knapp 3 Jahren ist dies nur eine geringe Verbesserung.

Im öffentlichen Dienst betrug der Frauenanteil in der obersten Leitungsebene der Landesverwaltung im Jahr 2012 14,3 Prozent.

(Quelle: saarland.de)


 


 

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