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Geschäftsbeziehungen im Ausland

Warum Saarländer kein Französisch lernen wollen

Neben großen Konzernen pflegen auch immer mehr KMUs interkulturelle Geschäftsbeziehungen, um sich am globalen Markt zu etablieren. Geschäftstermine im Ausland bedürfen allerdings einer gründlichen Vorbereitung, sagt Ellen Awais, Leiterin des Carl Duisberg Centrums in Saarbrücken. Im business-on.de-Interview gibt sie Auskunft über die Sprachkenntnisse der Grenzregion Saar-Lor-Lux und erklärt, warum ein Geschäftstermin in Asien auch mal mit dem Austausch von privaten Fotos beginnen kann.

business-on.de: Fort- und Weiterbildungsangebote gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Was zeichnet die Carl Duisberg Centren aus?

Ellen Awais: Im Gegensatz zu vielen Bildungsträgern sind die Carl Duisberg Centren kein Franchise-Unternehmen und dennoch bundesweit tätig. Wir können wirklich überregional und aus einer Hand anbieten.

Unter dem Motto „Bildung ohne Grenzen“ bauen wir seit 50 Jahren Brücken über sprachliche und kulturelle Grenzen hinweg - wie unser Firmenzeichen zeigt. Mit uns können Sie als Kind an einem Sprachcamp teilnehmen und mit 16 zu einem High School Year aufbrechen.

Nach dem Abitur lassen Sie sich bei einem Work & Travel -Programm oder einem Auslandspraktikum den Wind der großen weiten Welt um die Ohren wehen und später im Berufsleben nehmen Sie an einer Sprachreise oder einem interkulturellen Training teil.

business-on.de: In einer Grenzregion wie SaarLorLux sollte man gewisse Grundkenntnisse in der Sprache unserer Nachbarländer voraussetzen können. Wie sieht die Realität aus?

Ellen Awais: Es wäre schön und wünschenswert, wenn in allen Grenzregionen die Menschen die Sprache ihrer Nachbarländer sprechen würden. Die Realität sieht bei uns und vermutlich in allen Grenzregionen eher so aus wie überall: im Berufsleben wird Englisch vorausgesetzt.

Ein wenig mehr Französisch als in anderen Regionen sprechen die Saarländer sicher. Luxemburgisch hingegen findet beim Sprachenlernen kaum Bedeutung, es sei denn, jemand möchte sich gezielt auf eine Stelle in Luxemburg bewerben. Hier hat es durchaus Vorteile, wenn man sich mit den Kollegen in der Mittagspause auch ein paar Worte auf Luxemburgisch austauschen kann und zeugt vom guten Willen, sich zu integrieren.

Französisch wird kaum nachgefragt

business-on.de: Welches sind, neben Englisch und Französisch, die meistgebuchten Sprachtrainings Ihrer saarländischen Kundschaft?

Ellen Awais: Englisch liegt mit circa neunzig Prozent wirklich an der Spitze der gebuchten Sprachtrainings, Französisch macht bei uns sehr wenig aus, vielleicht zwei Prozent.

Dagegen liegen Deutsch als Fremdsprache und Sprachen wie Chinesisch, Russisch, Tschechisch, brasilianisches Portugiesisch, Türkisch deutlich weiter vorne. Hier handelt es sich meist um ausländische oder deutsche Expatriates, die sich sprachlich auf eine berufliche Tätigkeit in Deutschland oder im entsprechenden Ausland fit machen.


 


 

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