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  • 01.02.2013, 10:13 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Gesundheitsmanagement

Stress im Job vermeiden

Bei dem bundesweiten Wettbewerb des „Great Place to Work Institute Deutschland“ in Kooperation mit der „Computerwoche“ wurden jene IT-Unternehmen ausgezeichnet, die aus Sicht der Beschäftigten eine besondere „vertrauenswürdige, wertschätzende und attraktive Arbeitsplatzkultur haben“.

Fast jeder zweite Berufstätige klagt über Stress am Arbeitsplatz, jeder fünfte fühlt sich sogar überfordert. Der „Stressreport Deutschland 2012“ hat für gehörigen Wirbel in Betrieben und Öffentlichkeit gesorgt. Obwohl immer häufiger von Burnout die Rede ist, hat viele die hohe Zahl von gestressten Arbeitnehmern doch überrascht. Viele Unternehmen haben das Problem längst erkannt und versuchen mit einem betrieblichen Gesundheitsmanagement gegenzusteuern. Der münsterische IT-Dienstleister GWS (300 Mitarbeiter) erhielt auf dem Höhepunkt dieser Debatte die Auszeichnung „bester Arbeitgeber in der IT 2013“.

»Der durchschnittliche Krankenstand liegt bei nur 2,4 Tagen pro Jahr.« (Alexandra Vöcking (GWS)

Bei einer anonymen Befragung der GWS-Mitarbeiter ging es unter anderem um Teamgeist, berufliche Entwicklung, Vergütung, Gesundheitsförderung und die Work-Life-Balance. „Eigenverantwortliches Arbeiten mit hohem Freiheitsgrad und eine offene Kommunikationsstruktur über alle Hierarchieebenen hinweg“, sind laut Unternehmenssprecherin Alexandra Vöcking ein Grundpfeiler der Unternehmensphilosophie. „Außergewöhnlich gut haben wir bei den Punkten „Arbeitsplatzkultur und Teamgeist abgeschnitten“, freut sich Geschäftsführer Helmut Benefader. Das Wir-Gefühl werde mit geselligen After-Work-Treffen oder der Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen wie dem Leonardo-Campus-Run gestärkt, ergänzt Vöcking. Gesunde Bewegung werde zudem in zahlreichen Betriebssportangeboten vermittelt. Erfreulicher Effekt: Der durchschnittliche Krankenstand liegt laut GWS bei nur 2,4 Tagen im Jahr. Vorbildlich läuft es offensichtlich auch bei der Firma Dornseif Winterdienst, die gestern wegen ihrer vorbildlichen Personalarbeit und Unternehmenskultur Gewinner des „Top Job Award“ wurde. So gibt es sogar einen Gebetsraum für muslimische Kollegen oder Schnupper-Teilzeit für junge Familien.

Unternehmen und Mitarbeiter profitieren

Von einem umfangreichen Gesundheitsmanagement profitiert auch die Versicherung LVM. Im Rahmen des Bildungskonzepts „Zukunftswerkstatt“ drehte sich im vergangen Jahr alles um das Thema „Work-Life-Balance“. Das Ziel: Nach harter Arbeit auch abschalten können und die körpereigenen Batterien wieder aufladen, betont LVM-Sprecherin Carmen Hörbelt.

Bei den nächsten Gesundheitstagen im Mai, geht es um Vorsorge und Früherkennung – von der Grippeimpfung über Diabetes bis zur Darmkrebsvorsorge. Und wenn während der Arbeit plötzlich der Nacken schmerzt, können sich die Mitarbeiter per Intranet kurzerhand mit „Paul“ verbinden. Die Comicfigur zeigt, welche Lockerungsübungen Entlastung bringen.

Gesundheitsmanagement wird auch bei der BASF seit Jahren groß geschrieben. „1999 starteten wir mit den ersten Anti-Stress-Seminaren“, berichtet Unternehmenssprecher Marco Benen. Inzwischen habe BASF ein breites Angebot von Entspannungskursen wie Tai Chi und Pilates, Seminare zu Zeitmanagement und Führungskräfteschulungen zu diesem Thema. Benen: „Auch durch unsere Kindertagesstätte oder die Sozialberatung versuchen wir einen Beitrag zu leisten, damit die Work-Life-Balance unserer Mitarbeiter im Lot bleibt.“

(Karin Höller-Zwilling)


 


 

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