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Gesundheitsreport 2013

Barmer-GEK untersucht Zusammenhang zwischen Depression und Job

Die Barmer-GEK hat für ihren aktuellen Gesundheitsreport den Zusammenhang zwischen der Arbeitswelt und einer Depressions-Erkrankung untersucht. Laut Studie konnten 2012 rund 20 Prozent aller Krankmeldungen auf psychische Erkrankungen zurückgeführt werden. Das neue "Saarländische Bündnis gegen Depression" soll auf diese Problematik aufmerksam machen und Betroffenen frühzeitige Hilfe bieten.

„Die Erkenntnisse aus dem vorgestellten Gesundheitsreport zeigen, wie wichtig es war, dass wir mit der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe im Saarland (KISS) und ihrem Trägerverein Landesvereinigung Selbsthilfe das ‚Saarländische Bündnis gegen Depression’ ins Leben gerufen haben.

Damit haben wir ein Instrument, um auf die Problematik psychischer Erkrankungen hinzuweisen und den Betroffenen frühzeitig zu helfen“, erklärte der saarländische Gesundheitsminister Andreas Storm nach der Veröffentlichung des Barmer-GEK Gesundheitsreports 2013.

Danach lagen die Fehlzeiten der im Saarland bei der Barmer-GEK versicherten Erwerbspersonen im Jahr 2012 insgesamt um 7,9 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Im Jahr 2012 waren rund ein Fünftel der gemeldeten Fehlzeiten auf psychische Erkrankungen, davon fast die Hälfte auf Depressionen (8,7 Prozent), zurück zu führen.

Die Ergebnisse seien insofern keine Überraschung, weil auch aus der Krankenhausdiagnosestatistik bekannt ist, dass die Menschen im Saarland häufiger aufgrund psychischer Krankheiten oder aufgrund von Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens im Krankenhaus behandelt werden müssen.

Männer sind "Gesundheitsmuffel"

Laut Barmer-GEK-Gesundheitsbericht gelten Männer immer noch als „Gesundheitsmuffel“, die sich häufiger als Frauen nicht um gesunde Ernährung scheren, nur zum Arzt gehen, wenn es brennt und entsprechend auch Früherkennungsuntersuchungen eher meiden.

Minister Andreas Storm: „Mit unserer Darmkrebskampagne haben wir gezeigt, dass man hier etwas verändern kann: Männer im Saarland nehmen häufiger als der Bundesdurchschnitt an Vorsorgeuntersuchungen teil, das hat die telefonische Gesundheitsbefragung des Robert-Kochs-Instituts (RKI) ergeben“.

Die Barmer-BEK weist in ihrem Bericht auch darauf hin, dass unterschiedliche Tätigkeiten unterschiedliche mentale und körperliche Anforderungen stellen. Während beispielsweise eine leichtere Fußverletzung bei ausschließlicher Bürotätigkeit am Schreibtisch weitgehend ohne Fehlzeiten verheilen kann, könne eine identische Verletzung bei körperlich belastenden Tätigkeiten zu unzweifelhaft begründeten mehrwöchigen Arbeitsausfällen führen.

Der Minister wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die vom RKI im Auftrag des saarländischen Gesundheitsministeriums durchgeführte telefonische Befragung „Gesundheit in Deutschland aktuell – Saarlandmodul“ ergeben hat, dass die Beschäftigten im Saarland deutlich häufiger körperlich anstrengend und in unbequemer oder gebückter Haltung arbeiten als der Bundesdurchschnitt.

„Im nächsten Jahr wird das RKI für uns daher gezielt untersuchen, welche Zusammenhänge es zwischen der Arbeitswelt und dem Krankheitsgeschehen im Saarland gibt“, so Minister Storm abschließend.

(Quelle: saarland.de)


 


 

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