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Griechenlandkrise

Griechische Tourismusindustrie von Krise besonders betroffen

Traditionell ist Griechenland während der Sommermonate eines der beliebtesten europäischen Touristenziele, das von Urlaubern aus allen Teilen des Kontinents besucht wird. Der Tourismus stellt Griechenlands wichtigste Einnahmequelle dar. Aus diesem Grund hat der Online-Reiseroutenplaner GoEuro die europäische Wahrnehmung der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Situation des Landes hinterfragt.

GoEuro hat eigenen Angaben zufolge mehr als 25.000 Europäer befragt, um zu ermitteln, ob die momentane Situation Griechenlands einen Effekt auf die Reisepläne der Touristen und damit auf die Besucherzahlen des Landes hat. Pro Land wurden 2.500 Personen befragt, vor allem Internetnutzer, die in den vergangenen 24 Monaten außerhalb ihres Heimatlandes gereist sind.

Europäer, deren Länder in jüngster Vergangenheit weniger von ökonomischen Krisen betroffen waren, lassen sich laut den Erhebungen von Griechenlands momentaner Situation mehr abschrecken.

Die Wahrnehmung Griechenlands in Ländern wie Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden scheint laut dem Reiseroutenplaner aufgrund der aktuellen Situation eher negativ zu sein. Menschen in Staaten, die mehr von der europaweiten Wirtschaftskrise seit 2008 betroffen waren, scheinen hingegen eine weniger negative Sicht auf Griechenland als Reiseziel haben. 72 Prozent der Deutschen, die in den vergangenen fünf Jahren nach Griechenland gereist sind, haben wegen der finanziellen und politischen Krise eine eher schlechte Meinung über das Land. Spanier hingegen beurteilen die Situation weniger streng: 93 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihre Sicht auf Griechenland nicht negativ beeinflusst.

Laut der Umfrage beeinflussen die Einschätzungen über Griechenland zu einem großen Teil auch die Bereitschaft, weiterhin an die Ägäis zu reisen. Reisende aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien, die das Land in den zurückliegenden fünf Jahren am häufigsten besucht haben, sind aufgrund der aktuellen Situation weniger dazu geneigt, wiederzukommen. Touristen aus anderen Ländern lassen sich in Bezug auf geplante Griechenlandreisen jedoch weniger von der Krise beeinflussen: Spanische Touristen werden sogar eher dazu motiviert.

Auch bei Urlaubern, die Griechenland in letzter Zeit nicht besucht haben, scheint es eine ähnlich negative Sichtweise zu geben. Dagegen gibt es mehr Verständnis von Seiten der Spanier, Italiener und Portugiesen, in deren Gunst Griechenland als Reiseland scheinbar steigt.

(Redaktion)


 


 

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