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Heimarbeit

Playstation statt Office-Dokument?

Eine Umfrage des US-Kommunikationsunternehmens Citrix kommt zu dem Ergebnis, dass ein nicht unerheblicher Anteil der Arbeitnehmer, die von zuhause aus arbeiten, während der Arbeitszeit ihren Hobbys nachgehen: Fernsehen und Videospiele stehen dabei besonders hoch im Kurs. Trotz allem sei die Produktivität der Heimarbeiter nicht geringer.

Besser für Arbeitnehmer

"Es kommt immer auf die Art der Tätigkeit an. Ein hohes Maß an Selbständigkeit ist Voraussetzung, um überall arbeiten zu können, das kann auch im Café passieren. Wenn alle Voraussetzungen stimmen, alle Materialien vorhanden sind, kann Heimarbeit funktionieren. Wichtig ist aber die Mischung mit der Tätigkeit am Arbeitsplatz", sagt Paul Jiménez von der Universität Graz.

Auch die Freiwilligkeit spielt eine große Rolle. Nur wer sich bewusst für die Arbeit von zuhause entscheidet, ist produktiv. Dann können auch diverse Ablenkungen kompensiert werden.

Laut Citrix sehen 43 Prozent der Befragten Heimarbeiter während der Arbeit fern. 20 Prozent spielen Videospiele und 26 Prozent halten ab und an ein Nickerchen. Mehr als ein Drittel kümmert sich um die Hausarbeit und 28 Prozent kochen. Dafür sind die Pausen meist kürzer und der lästige Arbeitsweg entfällt komplett.

Laut der Stanford-Studie sind Arbeiter, die freiwillig von daheim aus arbeiten, um zwölf Prozent produktiver als solche, die gezwungen werden, an den Arbeitsplatz zu kommen. Die Zufriedenheit soll höher sein und die Krankenstände gehen angeblich ebenfalls zurück.

Mangelnde Struktur

Wie das Wall Street Journal berichtet, kann der Mangel an Struktur aber auch negative Folgen haben. Einige Heimarbeiter leiden an Burnout, weil sie nicht damit klarkommen, dass Privates und Berufliches nicht klar getrennt sind.

"Manche Menschen können ein schlechtes Gewissen bekommen, weil sie das Gefühl haben, oft abgelenkt zu sein. Auch der Arbeitsplatz bietet Vorteile. Angestellte werden gesehen und können kommunizieren . Die sozialen Kontakte sind wichtig und wer nicht gesehen wird, wird vergessen. Optimal ist teilweise Heimarbeit, die trotzdem eine gute Einbettung in den Betrieb erlaubt", so Jiménez.

(Redaktion)


 


 

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