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Peter Hohneck

Übersetzer müssen sich zwingend in dem Fachgebiet auskennen

Das Übersetzungsbüro hohneck Translations mit Sitz im saarländischen Wadgassen hat sich ganz auf Übersetzungsdienstleistungen im Bereich IT spezialisiert. Ein Team aus mehr als 300 freien Mitarbeitern bietet Fach-Übersetzungen in 40 Sprachen an. Im business-on.de-Interview spricht der Gründer und Unternehmensberater Peter Hohneck über kurze Reaktionszeiten, Besonderheiten der IT-Branche und seine Liebe zu Paris.

business-on.de: Als ehemaliger SAP-Experte haben Sie sich 2004 mit Ihrem Übersetzungsbüro selbstständig gemacht. Rückblickend die richtige Entscheidung?

Peter Hohneck: Die Entscheidung war auf jeden Fall richtig! Das eigene „Baby“ wachsen und gedeihen zu sehen, ist ein schönes Gefühl. Wir betreiben hohneck Translations in der Familie und ich bin weiterhin als Berater für IT-Strategie, CRM, SAP und Mobile Computing unterwegs.

Wir haben von Anfang an auf schlanke Prozesse und Strukturen mit entsprechendem IT-Einsatz gesetzt. So können wir unseren Kunden mit über 300 freien Mitarbeitern Übersetzungen in mehr als 40 Sprachen bieten.

Der Schwerpunkt von hohneck Translations liegt auf Übersetzungen im IT- und Business-Bereich. Daher ergänzen sich meine Tätigkeit als Unternehmensberater und meine Rolle als Gründer und Gesellschafter von hohneck Translations ideal.

business-on.de: Sie haben in Paris und im Saarland studiert. Was sind die drei französischsten Eigenschaften an Ihnen?

Peter Hohneck: Paris, Pastis, Place de la Sorbonne… Das Leben im Ausland schärft besonders den Blick auf das eigene Land. Insofern ist man bewusster ein Deutscher. Meine Jahre in Paris waren mit die schönsten in meinem Leben. Als junger Mensch saugt man die ganzen Eindrücke, die Lebensweise, die Architektur etc. nur so in sich auf.

Ich freue mich jedes Mal, wenn es mich beruflich oder privat wieder nach Paris zieht. Und die ICE-Verbindung bringt mich in weniger als zwei Stunden zur Gare de l‘Est und in der Regel in weniger als 3h zu einem Kunden vor Ort. Das ist ein unglaublicher Vorteil des Saarlandes, den es noch viel mehr zu nutzen gilt.

business-on.de: Mit hohneck Translations haben Sie sich auf IT-Übersetzungen spezialisiert. Wie sieht Ihr typischer Kunde aus?

Peter Hohneck: Die IT-Branche ist ein sehr dynamisches Geschäft. Hier wird innovativ und in kurzen Zyklen gearbeitet. Unsere Kunden – auch die kleineren – sind allesamt international aufgestellt.

Sie erwarten von uns als Übersetzungspartner, dass wir den speziellen IT-Jargon beherrschen und immer auf dem neuesten Stand sind. Da wir oft auch in Angebotsprozessen unterstützen, sind wir nicht selten abends und am Wochenende gefordert, damit das Angebot noch rechtzeitig abgegeben werden kann. Diesen Rhythmus gehen wir mit und das honorieren unsere Kunden mit jahrelanger Treue.

Übersetzer müssen „im Thema“ sein

business-on.de: IT-Fachbegriffe sind häufig in Englisch. Gestalten sich Übersetzungsaufträge daher leichter als z.B. juristische Texte?

Peter Hohneck: In der deutschen IT-Sprache werden englische Wörter nicht immer so verwendet, wie es ein englischer Muttersprachler täte. Übersetzer müssen sich zwingend in dem Fachgebiet auskennen, können aber auch nicht endlos viele Themen beherrschen. Insofern ist es wichtig, genau den Übersetzer zu finden, der „im Thema“ ist.

Gleiches gilt für juristische Texte, auch hier gibt es ein weites Feld (Verträge, Lizenzen, Patentfragen,…). Für einen juristischen Fachübersetzer mit Schwerpunkt Strafrecht sind vertragliche Haftungsausschlüsse eines IT-Outsourcers auch ein fremdes Thema.

business-on.de: Schwierigkeiten gibt es immer wieder mit Eigennamen: Erst kürzlich habe ich von einer asiatischen Firma namens "Weichai Power" gelesen - hört sich bei deutscher Aussprache doch etwas merkwürdig an. Was würden Sie dieser Firma raten?

Peter Hohneck: Ich sehe da kein Problem, denn dieses Unternehmen hat ein B2B -Geschäftsmodell. Es adressiert nur Firmenkunden. Die Tatsache, dass der Firmenname im deutschsprachigen Raum auch anders betont ausgesprochen werden kann, ist im Firmenkundenbereich und angesichts der relativen Größe des deutschen Sprachraums zum Weltmarkt unerheblich.

Im Endkundengeschäft ( B2C ) könnte es anders sein – abhängig vom Produkt. Aber auch hier steht eher das Produkt im Vordergrund und der Firmenname – falls überhaupt nötig – könnte beispielsweise auch abgekürzt kommuniziert werden. Die Vorabprüfung von Bildern und Namen auf ihre Wirkung in allen Sprach- und Kulturkreisen der Welt können sich nur Großunternehmen leisten.

(Redaktion)


 


 

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