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Nachbeben in JAPAN

Erneute Explosion in Atomkraftwerk - Nikkei Index stürzt ab

Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima I hat sich in der Nacht erneut eine Explosion ereignet. Zuvor gab es ein schweres Nachbeben. Der Nikkei-Index stürzte um mehr als 6 Prozent ab.

Japan kommt nicht zur Ruhe. Schon wieder gab es eine Explosion im Atomkraftwerk Fukushima I. Wieder war es eine Wasserstoffexplosion. Nach Regierungsangaben soll die Stahlhülle des Reaktorblocks 3 aber standgehalten haben. Es sei nur eine kleine Veränderung der radioaktiven Strahlung festgestellt worden. Die Gefahr, dass massenweise radioaktive Substanzen verbreitet würden, sei gering.

Nach Angaben der Betreiberfirma Tepco werden nach der Explosion noch sieben Menschen in dem Atomkraftwerk vermisst. Drei Personen wurden bei der Detonation verletzt.

Zuvor hatte es in Japan ein schweres Nachbeben der Stärke 6,2 gegeben. Das Beben erschütterte um kurz nach 10.00 Uhr
Ortszeit auch die japanische Hauptstadt Tokio. Das Epizentrum lag
nach Angaben der US-Erdbebenbehörde USGS 140 Kilometer nord-östlich der Hauptstadt, was auch in Richtung der Atomanlagen in Fukushima liegt.  Von den Unglücks-Meilern in Fukushima meldete der Sender NHK wenig später Explosionsgeräusche in der Nähe des Reaktors Nummer 3.

Am ersten Handelstag nach dem katastrophalen Erdbeben sind die japanische Aktienmärkte abgestürzt. Der Nikkei-Index für die 225 führenden Werte fiel zeitweise um mehr als 6 Prozent auf unter 10.000 Punkten.

Beim Topix, der etwas breiter aufgestellt ist, betrug das Minus sogar 7 Prozent. Die Notenbank unterstützte den Bankensektor mit 15 Billionen Yen (132 Mrd. Euro), um die Märkte zu beruhigen. Das war der größte Schritt der Bank of Japan seit der Verschärfung der Schuldenkrise in Europa im Mai vergangenen Jahres. Das Geldhaus hat zudem weitere Finanzhilfen angekündigt.

Für deutsche Unternehmen ist die Erdbeben-Katastrophe von Japan bislang relativ glimpflich verlaufen. Sprecher mehrerer deutscher Konzerne sagten der Nachrichtenagentur dapd am Wochenende, ihre Angestellten seien wohlauf und die Anlagen weit von dem beschädigten Atomkraftwerk in Fukushima entfernt.

Zehn deutsche Mitarbeiter des Kraftwerkherstellers Areva, die am Freitag während des Erdbebens auf dem Gelände des Unglücksreaktors Fukoshima I arbeiteten, sind nach Medieninformationen "gesund und wohlauf". Die hessische Firma B. Braun vermisst allerdings einen japanischen Angestellten und seine Familie.

(Redaktion)


 


 

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