28.10.2011  16:10 Uhr

Kompetenzzentrum Informatik Saarland
Mit Social Media den Studiennachwuchs von morgen erreichen

SaarLorLux. Auch die Informatik der Universität des Saarlandes ist seit Kurzem mit einer eigenen Facebook-Seite online. Neben der Vernetzung der Studentinnen und Studenten will man damit auch neue Interessenten an das facettenreiche Thema Informatik heranführen. Wir sprachen mit Markus Frey vom Kompetenzzentrum Informatik über die Social-Media-Strategie und neue Pläne.

"Die erste größere Aktion, die wir über Facebook vorangetrieben und aktiv beworben haben, war die gestrige Informatik Semestereröffnungparty im Canossa.", erzählt uns Markus Frey. "Obwohl wir die Facebook-Seite an sich noch gar nicht groß publik gemacht hatten, war die Resonanz überwältigend."

Bereits über 140 Fans hat die neue Social-Media-Präsenz der Saarbrücker Informatiker. Das liegt natürlich zum großen Teil an der Internet affinen Zielgruppe. Aber auch an den ausgewählten Themen und aufbereiteten Artikeln, die über Facebook gepostet werden.

"Wir überlassen da nichts dem Zufall. Bereits im Vorfeld des Going-Online haben wir uns Gedanken darüber gemacht, was wir mit einer Facebook-Präsenz erreichen wollen", so Frey. "Seit dem Start der Seite setzen wir uns wöchentlich in einer 'Redaktionssitzung' zusammen und besprechen mögliche Themen. Welche Themen kamen gut an? Was kann noch verbessert? Und natürlich geht es auch darum, welche neue Aktionen geplant sind."

Eine dieser Aktionen stand im Zusammenhang mit der großen Eröffnungsparty. Jeder, der mit einem Nerd- oder Geek-Shirt auftauchte, erhielt ein Getränk auf Kosten des Hauses. Unter anderem wurde dies über Facebook kommuniziert.

Die Branche benötigt Nachwuchs

"Eines der Ziele unserer Social-Media-Aktivitäten ist die 'Anwerbung' neuer Studienanfänger. Neben vielen Aktionen in Schulen und auf Messen eignet sich Facebook hervorragend, um junge Leute unkompliziert anzusprechen", erklärt Frey. Dazu hat das PR-Team eine weitere Facebook-Seite unter dem Titel „Informatik für Schüler“ erstellt  unter http://www.facebook.com/KIS.Schule?ref=ts).

"Die Branche benötigt dringend Nachwuchs, der Fachkräftemangel macht sich in der Informatik besonders stark bemerkbar. Durch zielgruppen-gerechte Aufbereitung von Infos lässt sich über Facebook sehr schnell eine breite Streuung erzielen. Dadurch wird eine große Aufmerksamkeit auf unser Angebot gelenkt."

Ein attraktiver Standort

Mit seiner internationalen Ausrichtung gehört der Saarbrücker Campus zu den renommiertesten Informatik-Standorten weltweit. In mehreren Einrichtungen - unter anderen zwei Max-Planck-Institute und das DFKI - arbeiten hier über 500 Forscher in nahezu allen Bereichen der Informatik. Die Förderung und Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird von allen sehr ernst genommen.

Die Universität des Saarlandes ist sehr attraktiver Standort für angehende Informatiker. Studierende können hier sowohl einen Bachelor- als auch einen Master-Abschluss erwerben. Die von der Exzellenzinitiative getragene Graduiertenschule (Graduate School of Computer Science ) trägt einen wichtigen Teil zur Attraktivität bei: Durch sie können u.a. talentierte Studenten bereits ab dem BA-Abschluss mit einem Stipendium gefördert werden. Finanziell abgesichert kann sich so voll und ganz auf Studium und Forschung konzentriert werden. Ein weiteres Highlight der Saarbrücker Informatik: auch FH-Studenten mit einem herausragenden Abschluss können in Saarbrücken promovieren.

"Da wir sehr viele ausländische Studenten haben und Informatik nun einmal eine international ausgerichtete Fachrichtung ist, werden ab dem fünften Semester alle Vorlesungen auf Englisch gehalten", beschreibt Frey eines der Kennzeichen der Graduiertenausbildung. "Dadurch haben unsere Absolventen die besten Voraussetzungen für eine internationale Spitzenkarriere in der Forschung und der Wirtschaft".

Die niedrige Frauenquote in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) ist ebenfalls ein Thema des KIS. "Eines unserer wesentlichen Ziele ist, bereits in der Schule bei jungen Frauen das Interesse an naturwissenschaftlichen Studienfächern zu wecken. Informatik ist wesentlicher und unverzichtbarer Teil unseres Lebens geworden. Diese Botschaft wollen wir unter anderem auch über die sozialen Medien bei unseren Zielgruppen penetrieren."

Man darf gespannt sein, mit welchen Aktivitäten und die Saarbrücker Informatiker noch überraschen werden. Über einen sinnvollen Einstieg in die Welt von Twitter wird bereits nachgedacht.

Die Facebook-Seite der Informatik der Universität des Saarlandes finden Sie hier:
http://on.fb.me/vqJonG


 

(FN)

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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © Presse / KIS



 


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