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IKK setzt auf Ausbau der Leistungen anstelle von Prämienzahlungen

Die Krankenkassen in Deutschland erwirtschafteten einen Überschuss in Milliardenhöhe. Einige Krankenkassen wollen diesen in Form von Einmalzahlungen an ihre Kunden weitergeben. Andere wiederum, u.a. die IKK Südwest mit Sitz in Saarbrücken, lehnen dieses Vorgehen als "rein politische Zugeständnisse ohne jede Substanz“ (Zitat: Frank Spaniol) strikt ab. Stattdessen plant die IKK, ihr Leistungsangebot weiter auszubauen.

Die IKK Südwest distanziert sich klar von der Vorgehensweise einzelner Krankenkassen, Finanzüberschüsse in Form von Prämien an ihre Mitglieder auszuzahlen. „Aus unserer Sicht sind das rein politische Zugeständnisse ohne jede Substanz“, sagt Frank Spaniol, Vorstand der IKK Südwest.

„Wir setzen auf die dauerhafte Ausweitung unseres Leistungsangebotes und die langfristige Stabilität der Finanzen.“

Die IKK Südwest war im Jahr 2009 die erste Krankenkasse in Deutschland, die eine Prämie in Höhe von 100 Euro an ihre Mitglieder ausgezahlt hat.

„Aus heutiger Sicht stellen wir fest, dass den Versicherten neben einem attraktiven Leistungsportfolio vor allem die langfristige Vermeidung von Zusatzbeiträgen wichtiger als eine einmalige Prämie ist “, so Frank Spaniol weiter.

Das bestätigt auch eine aktuelle Studie, wonach sich eine deutliche Mehrheit in der Bevölkerung dafür ausspricht, die Überschüsse für eine Leistungserweiterung zu verwenden beziehungsweise als Rücklagen für schlechtere Zeiten im Gesundheitssystem zu belassen.

Mit der Einführung des Gesundheitsfonds und des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs wollte der Gesetzgeber ausdrücklich den Preiswettbewerb in der Gesetzlichen Krankenversicherung beenden und zu einem Wettbewerb um die beste Versorgung der Versicherten verändern.

Nachhaltiges und hochwertiges Gesundheitsangebot

Die IKK Südwest setzt die erwirtschafteten Überschüsse deshalb bewusst für ein nachhaltiges und hochwertiges Gesundheitsangebot für ihre Versicherten in der Region ein und investiert in dauerhafte Leistungserweiterungen. Im ersten Halbjahr 2012 hat die IKK Südwest erneut einen Finanzüberschuss erwirtschaftet und ein Plus in Höhe von 23,2 Millionen Euro erzielt.

„Uns ist ein attraktives Leistungsangebot wichtiger als eine verhältnismäßig geringe Fangprämie in Höhe von 5 bis 10 Euro pro Monat, die zudem noch individuell versteuert werden muss“, erklärt Gerhard Freiler, Verwaltungsratsvorsitzender der IKK Südwest.

So können IKK-Mitglieder unter dem Motto ‚Mehr Leistung an Ihrer Seite’ viele Vorteile in Anspruch nehmen, die weit über den Standard der Gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehen.

Die Prämienzahlungen sind aus Sicht der IKK Südwest reine Marketingaktionen ohne jede Nachhaltigkeit.

„Die betroffenen Kassen räumen selbst ein, dass die angekündigten Prämienausschüttungen eine einmalige Sache sind, weil diese im Gegensatz zu Leistungsverbesserungen einfacher zurückgenommen werden können“, so Gerhard Freiler weiter.

„Zumal alle Experten davon ausgehen, dass der Gesundheitsfonds spätestens 2014 ins Minus rutschen wird“, ergänzt Rainer Lunk, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender für die Arbeitgeberseite.

„Wenn man die Versicherten wirklich finanziell entlasten will, dann soll der Gesetzgeber den einheitlichen Beitragssatz abschaffen und den Kassen die Beitragssatzautonomie zurückgeben. Davon würden auch die Arbeitgeber profitieren, die bei einer Prämienzahlung außen vor bleiben“, so Rainer Lunk weiter.

Aktuell betreut die IKK über 690.000 Versicherte und mehr als 100.000 Betriebe in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Die IKK Südwest ist an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr über die kostenfreie IKK Service-Hotline 0800/0 119 119 oder unter www.ikk-suedwest.de erreichbar.

(IKK Südwest)


 


 

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