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Axel von Leitner: Softwareentwicklung heißt Nein zu sagen

Reduzieren auf das Wesentliche

business-on.de: centralstationCRM ist sehr einfach gehalten. "Keep it simple". Manche Funktionen vermisst man. Etwa einen Kalender, Serienmailfunktion oder die Möglichkeit mehrere Datensätze auf einmal zu löschen. Warum ist die Software trotzdem ein Erfolg?

Axel von Leitner: Ich denke, sie ist genau deshalb ein Erfolg. Wir versuchen nicht alles für jeden zu sein und es jedem recht zu machen. Software zu entwickeln heißt aus unserer Sicht häufig “Nein” zu sagen, um den Blick auf das Wesentliche nicht zu verlieren. Für einzelne Teilbereiche suchen wir uns gerne starke Partner auf dem Gebiet, so beispielsweise bei der Funktion zum Serienmailing.

Lange nicht alle Firmen setzen Serienmailings ein. Ein solches Modul würde allerdings tief in das System eingreifen und wäre an einigen Stellen sichtbar, was für viele Kunden zusätzliche Komplexität bedeuten würde.

Daher arbeiten wir hier mit den gängigen Tools zusammen, so dass Serienmails durchaus mit CentralStationCRM vorbereitet werden können. Die Segmentierung und Auswahl der relevanten Kontakte kann in kaum einem System so einfach durchgeführt werden.

business-on.de: Sie entwickeln derzeit parallel ein neues Projektmanagement nach dem gleichen Prinzip. Warum integriert Ihr nicht einfach die Funktionen von CentralSphere in CentralStationCRM? Die ToDo-Liste und Projektverwaltung wäre doch da eine perfekte Ergänzung.

Axel von Leitner: Richtig, wir sehen die beiden Tools auch als gute gegenseitige Ergänzung. Das Projektmanagement CentralSphere haben wir genau wie unsere CRM Lösung zunächst für unseren eigenen Bedarf entwickelt.

Allerdings gibt es auch hier einige Kunden, die entweder ein System zum Projektmanagement oder eine CRM Software suchen. Grundsätzlich alles in einen Topf zu werfen widerspricht unserer Philosophie und würde am Ende einige Kunden mit Funktionen belasten, die sie nicht benötigen. Auf diesem Weg bleiben beide Systeme jeweils Experte auf ihrem Gebiet. Die Integration beider Tools für Kunden, die beide Systeme nutzen, ist aber definitiv geplant.

business-on.de: Sie haben auch eine "Keep it simple" Lösungen für Gastrobetriebe. Werdet Ihr das "Einfach-System" jetzt auf alle Branchen ausweiten?

Axel von Leitner: Unser GastroBook24 ist die digitale Variante des klassischen Reservierungsbuchs in der Gastronomie. Für uns ist es eigentlich ungewöhnlich, dass wir Lösungen für einzelne Branchen entwickeln.

IT in der Gastronomie ist aber ein dynamischer und herausfordernder Markt, der genau solche einfachen Lösungen wie unsere benötigt. Komplexe Allround-Lösungen funktionieren dort aus unserer Erfahrung heraus nicht.

Dass einfache Software grundsätzlich in vielen Branchen beliebt sein kann, zeigt unser Erfolg mit CentralStationCRM. Die Lösung muss lediglich flexibel genug sein, um unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen abzubilden. Vorerst planen wir also keine weiteren Branchenlösungen.

(Das Gespräch führte Sascha Baron)

(FN)


 

 

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