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Goldgräberstimmung bei Location Based Services

Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat ihren aktuellen "LBS Monitor 2014" vorgestellt. Demnach herrscht am Markt für standortbezogene Online-Dienste, auch bekannt als Location-Based-Services (LBS), derzeit Goldgräberstimmung. Gab es 2013 noch 180 Dienstanbieter ist die Anzahl mittlerweile auf 927 Anbieter gestiegen.

Dem extremen Wachstum um 415 Prozent binnen eines Jahres auf der Angebotsseite stehen bislang vergleichsweise nüchterne Umsatzerwartungen auf dem LBS-Markt entgegen: Für die gesamte Branche prognostiziert der LBS-Monitor für 2014 einen Gesamtumsatz von 97 Millionen Euro.

Die Palette an ortsbezogenen Diensten ist riesig und reicht von klassischen Check-in-Diensten über Mobilitätsanwendungen, Gastronomieangebote bis hin zu Spielen oder Couponing, Preisvergleichs- und Shopping-Apps.

Dennoch zeichnet sich hierzulande der Trend ab, dass insbesondere Mobilitäts-Apps mit einem Anteil von rund 60 Prozent den LBS-Markt erobern, vor allem in den Kategorien Tourismus, Beförderung & Verkehr, Navigation & Maps. Verloren haben dagegen Social-Apps, die 2014 nur mehr über einen Marktanteil von 5,5 Prozent verfügen. Eine frühere Vergleichsstudie ergab für 2012 noch einen Anteil von 12 Prozent (BLM/Goldmedia, 2013).

LBS-Hochburg Bayern

Wirft man einen Blick auf die Verteilung der ortsbasierten Dienste auf die einzelnen Bundesländer, fühlen sich LBS-Entwickler vorzugsweise in Bayern zu Hause. So sind 223 der insgesamt 927 Anbieter (Stand: April 2014) in Bayern ansässig, gefolgt von Berlin (156 Anbieter) und Nordrhein-Westfalen (152 Anbieter).

Damit kommen diese drei Bundesländer in Summe auf einen Marktanteil von rund 57 Prozent. Dieses Ergebnis ist wenig überraschend: Vor allem in dicht besiedelten Bundesländern und Touristenhochburgen sind LBS-Dienste für Tourismus, Verkehr und Navigation nachgefragt.

Nach den Ergebnissen des LBS-Monitors 2014 ist ein typischer Nutzer von ortsbezogenen Diensten männlich und zwischen 20 und 39 Jahre alt. Er nutzt LBS-Anwendungen bevorzugt in der Zeit zwischen 15 und 21 Uhr und zwar durchschnittlich 11 Minuten pro Tag.

Der LBS-Monitor 2014 ist die zweite Studie ihrer Art und wurde von Goldmedia im Auftrag der BLM erstellt. Die Datenerhebung wurde im Zeitraum von Dezember 2013 bis April 2014 durchgeführt und basiert maßgeblich auf der Befragung von 927 identifizierten deutschen LBS-Anbietern, 1.100 Smartphone- und Tablet-Nutzern sowie leitfadengestützten Experteninterviews.

Die Studie gibt Aufschluss über die Angebotslandschaft sowie die Nutzung ortsbezogener, mobiler Dienste in Deutschland und analysiert zudem deren lokale Werbemarktpotenziale.

Den gesamten Location-Based-Service-Monitor 2014 der BLM gibt es als PDF-Download unter: www.blm.de

(Quelle: ots)


 


 

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