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Etikettenschwindel

Was steckt wirklich drin in den Lebensmitteln?

Durch den Etikettenschwindel mit Analgokäse, Klebeschinken und Garnelen-Imitaten sind die Deutschen verunsichert - sie haben das Vertrauen in die Produktangaben der Hersteller verloren. So das Ergebnis einer Umfrage der Brandmeyer Markenberatung.

"Das Vertrauen der Verbraucher ist erheblich geschädigt", so Brandmeyer-Gesellschafter Peter Pirck.

Mehr als acht von zehn Konsumenten bemühen sich, beim Einkaufen auf Lebensmittelimitate zu verzichten. Der Einkauf im Supermarkt wird jedoch laut der Beratungsgesellschaft für die Verbraucher immer schwieriger. Viele Lebensmittel gleichen nach ihrer Überzeugung einer Black Box: Sie wissen nicht, was wirklich drin ist.

So halten es fast vier von zehn Befragten für unmöglich, Lebensmittelimitate zu identifizieren. Ein großes Ärgernis, denn 81 Prozent wollen solche Produkte nicht in ihrem Einkaufswagen haben.

"Man kann von den Verbrauchern nicht erwarten, dass sie alle Zutaten und Inhalte kennen müssen. Der durchschnittliche Konsument ist hoffnungslos überfordert", erklärt Pirck.

Vertrauenskrise als Chance

Brandmeyer Markenberatung sieht in dieser Vertrauenskrise der Lebensmittelkonzerne eine Chance für mittelständische Unternehmen, die traditionell stärker auf Lieferanten aus der Region zurückgreifen und in der Herstellung auf natürliche Produkte setzen. Solche Firmen können es sich im Gegensatz zu großen, weltweit tätigen Lebensmittelherstellern gar nicht leisten, mit einem minderwertigen Lebensmittel in die Schlagzeilen zu geraten, denn damit setzen sie ihre Existenz aufs Spiel.

"Zudem können mittelständische Unternehmen den Preiskampf gegen die globale Lebensmittelindustrie nicht gewinnen, daher müssen sie über die Qualität punkten", betont Pirck.

Konsumenten schauen auf Qualität

Die Bundesbürger vermuten Kunstkäse und Mogelschinken eher bei den großen Unternehmen, natürliche Produkte dagegen halten mehr als 50 Prozent für eine Domäne des Mittelstands. Zwar sind qualitativere Produkte oft teurer, aber die Einstellung der Konsumenten hat sich gewandelt.

"Die reine Preisorientierung hat sich in den vergangenen zwei, drei Jahren abgeschwächt. Ein wesentlicher Teil der Verbraucher berücksichtigt immer mehr die Qualität des jeweiligen Produktes", sagt Pirck.

(FN)


 


 

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