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Energiewende

Masterplan Energie zeigt neue Wege im Saarland auf

Nicht erst seit der Fukushima-Katastrophe steht das Thema Energiewende ganz weit oben auf den Agendas der Politik. So akut, wie sich das Problem mittlerweile zeigt, so kompliziert und diffizil ist es auch, die richtigen Lösungsschritte zu finden. Die Zeit zu Handeln ist gekommen, der Masterplan soll hierfür den Weg ebnen.

Die Erneuerbaren Energien beherzt ausbauen, mit Energie sparsamer umgehen und den Industrie- und Kraftwerkstandort Saarland nachhaltig stärken – das sind die drei großen Leitlinien des Masterplans „Neue Energie für den Zukunftsstandort Saarland“, den die Landesregierung heute vorgelegt hat.

Ministerpräsident Peter Müller, Umwelt- und Energieministerin Simone Peter und Wirtschaftsminister Christoph Hartmann stellten das Papier heute gemeinsam mit den Landesvorsitzenden der Regierungsparteien, Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), Hubert Ulrich (Grüne) und Oliver Luksic (FDP) der Presse vor.

Akzeptanz und Kooperation

„Wir verstehen den Masterplan Energie als einen konstruktiven Baustein zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Zielsetzungen auf Landes- und Bundesebene und zur Sicherung des Standorts Saarland. Diese Energiewende ist ein Gemeinschaftswerk. Sie kann nur gelingen, wenn sie von den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch der Wirtschaft und den Kommunen mitgetragen wird“, unterstrichen die sechs Landespolitiker.

Aus diesem Grund sei der Masterplan Energie auf Akzeptanz und Kooperation ausgerichtet. „Gerade für das Saarland spielt eine dauerhaft sichere Energieversorgung eine wichtige Rolle. Deshalb müssen wir den Umbau unseres Energiesystems sehr verantwortungsvoll, aber gleichzeitig beherzt und mutig angehen“, betonte Ministerpräsident Peter Müller. „Der Masterplan trägt dem Klimaschutz ebenso Rechnung wie der Versorgungssicherheit, der Wirtschaftlichkeit und der Sozialverträglichkeit“, ergänzte Umweltministerin Simone Peter.

Wirtschaftsminister Christoph Hartmann unterstrich, dass sich das Konzept zum regionalen Kraftwerkspark bekenne und das vitale Interesse von Industrie und Mittelstand an einer preisgünstigen, grundlastfähigen und unterbrechungsfreien Energieversorgung unterstütze.

Die sechs Landespolitiker zeigten sich überzeugt, dass im Masterplan Energie große Chancen stecken. 

Einen Blick in die Zukunft wagen

„Vorausschauende Energiepolitik muss mit Blick auf die Zukunft Konzepte liefern, um die Herausforderung der Energiewende zu meistern. Wenn wir es schaffen, die Energieversorgung eines traditionsreichen Industriestandortes wie dem Saarland zukunftsfähig zu gestalten, eröffnen sich damit unserer Wirtschaft große Export- und Beschäftigungschancen. Auch die Städte und Gemeinden könnten erheblich profitieren.“ so die Landespolitiker.

Der Masterplan zeige detailliert auf, wie die Landesregierung das im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel erreichen will, im Jahr 2020 mindestens ein Fünftel des im Saarland verbrauchten Stroms mittels Erneuerbarer Energien zu erzeugen. Windkraft, Sonnen- und Bioenergie sollen in den kommenden Jahren verstärkt genutzt werden.

Die Landesregierung geht davon aus, dass alleine die Windenergie in knapp zehn Jahren rund 700 Megawatt installierte Leistung liefern könnte. Aber auch die Solarenergie könne im sonnenverwöhnten Saarland einen wichtigen Beitrag leisten. „Wir sehen es als unsere gemeinsame politische Aufgabe an, hierfür auf breiter Basis für Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern zu werben und die Veränderungen in der Landschaft als Teil des wirtschaftlichen Wandels mitzutragen“, sagten die Landesvorsitzenden der drei Parteien CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen, Kramp-Karrenbauer, Luksic und Ulrich.


 


 

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