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Energiewende

Masterplan Energie zeigt neue Wege im Saarland auf

Moderne Kraftwerke auf fossiler Basis werden weiter benötigt

Die konventionellen Kraftwerke im Saarland sollen, gerade auch vor dem Hintergrund des Atomausstiegs, weiterhin einen wichtigen Beitrag leisten.  „Wir sind uns einig, dass wir in den kommenden Jahren leistungsfähige und moderne Kraftwerke auf fossiler Basis brauchen.“, so Ministerpräsident Müller, Umweltministerin Peter und Wirtschaftsminister Hartmann. „Die Landesregierung werde die Kraftwirtschaft bei den weiteren Planungen zur Modernisierung der Kraftwerksparks und zum Erhalt der Standorte aktiv begleiten. „Da wir uns in einem liberalisierten Strommarkt befinden, bestimmen letztlich die Marktakteure, wo die Reise hingeht.“

Gleichermaßen wichtig sei das Ziel, dass die Strom-, Gas- und Wärmepreise für die energieintensiv produzierenden Unternehmen an der Saar und für die Verbraucherinnen und Verbraucher bezahlbar bleiben, denn „Die Energiepreise sind ein wesentlicher Standortfaktor, den wir im Auge behalten müssen“, betonte Wirtschaftsminister Hartmann.

Für die Landesregierung steht fest: Ökonomie und Ökologie würden dabei nicht als Gegensätze verstanden, sondern als einander ergänzende Bestandteile zur Realisierung einer nachhaltigen Zukunftssicherung.

Neben den Erneuerbaren Energien und der Kraftwirtschaft ist die Energieeffizienz das dritte Schlüsselthema des Masterplans. „Die Steigerung der Energieeffizienz und der Ausbau der Erneuerbaren Energien müssen gleichermaßen vorangetrieben werden, wenn wir die Klimaschutzziele erreichen und unsere Abhängigkeit von Energieimporten verringern wollen.“ Deshalb solle eine ganze Reihe von Maßnahmen, die zur Reduzierung des Energieverbrauchs führen, angepackt werden.

Bei der Gebäudesanierung will die Landesregierung mit gutem Beispiel vorangehen. Bei der energetischen Sanierung des privaten Hauseigentums setze man darauf, die Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen, umfassend zu informieren und auf Fördermöglichkeiten aufmerksam zu machen. Öl und Gas sind begrenzte Ressourcen und werden immer teurer. Deshalb ist jedem sehr wohl bewusst, dass wir beim Heizen effizienter mit Energie umgehen müssen.“, betonte die Umweltministerin. „Anreize zum Mitmachen setzen wir beispielsweise mit unserem breit angelegten Förderprogramm Klima Plus Saar.“

Hintergrundinformationen

Der Masterplan Energie als politisches Handlungs- und Aktionsprogramm ist das Ergebnis eines breiten Konsultationsprozesses. Dem Plan liegen fünf Gutachten zugrunde. In einem Hauptgutachten hat das Institut für Zukunftsenergiesysteme (IZES), das in Saarbrücken ansässig ist, theoretische Szenarien durchgerechnet, wie das Ziel der Landesregierung erreicht werden kann, bis 2050 den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid um mindestens 80 Prozent zu reduzieren.

In vier weiteren Expertisen ließ das Umweltministerium untersuchen, welche Potenziale die erneuerbaren Energieformen Wind, Sonne, Geothermie und Biomasse im Saarland haben.

Danach stößt der geplante Ausbau weder bei der Wind- noch bei Solarenergie bis 2020 an die Grenzen der verfügbaren Potenziale. Auch die Biomasse kann einen wichtigen Beitrag leisten, jedoch sind ihrem nachhaltigen Ausbau gerade vor dem Hintergrund von verschiedenen Nutzungspfaden für Biomasse (als Nahrungs- und Futtermittel sowie bei Holz als Werkstoff) Grenzen gesetzt. Bei der tiefengeothermischen Stromerzeugung bieten sich für das Saarland erst mittel- und langfristig Möglichkeiten.

(Quelle: Grüne Saar)


 


 

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