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Max Ophüls Festival 2012

Junge Filmemacher kommen zum 33. Mal nach Saarbrücken

Gabriella Bandel und Philipp Bräuer, die beiden künstlerischen Leiter des traditionsreichen Filmfestivals Max Ophüls Preis, luden heute in Saarbrücken zur Pressekonferenz. Dabei wurde das Filmprogramm näher vorgestellt und ein Ausblick auf die neuesten Trends der jungen Filmemacher gewährt.

Ein deutlicher Trend lässt sich seit geraumer Zeit ausmachen: Es wird sehr genau beobachtet! Entgegen des Vorwurfs der Oberflächlichkeit und des politischen Desinteresses unserer jungen Generation, werfen die jungen Filmemacher einen  kritischen, mitunter auch sarkastischen Blick auf diese Welt und ihre Gesellschaft.

Es geht ihnen um den Wunsch nach einer besseren Welt, Geborgenheit, Ehrlichkeit und echten Gefühlen…eigentlich alles Altbekanntes, aber es wird  originell, mit persönlicher Handschrift  in lebendige  Kinobilder umgesetzt.
 
Auffällig ist im Langfilm-Wettbewerb der Blick über den europäischen Tellerrand hinaus. Ein junger deutscher Mann begibt sich in DER FLUSS WAR EINST EIN MENSCH auf einen ganz besonderen Trip ins Innere Afrikas, an dem er fast zugrunde geht. Während uns SNOWCHILD anhand einer gescheiterten Liebe von kulturellen Gegensätzen Europas und Asiens erzählt, DIE FARBE DES OZEANS konfrontiert Urlauber mit dem Schicksal gestrandeter Flüchtlinge auf Gran Canaria.
 
Die jungen Filmemacher schlagen den weiten Bogen von der Brüchigkeit menschlicher und familiärer Beziehungen, über Migration bis hin zur Jugendgewalt. In den letzten Jahrgängen diagnostizierten die Filmemacher den zunehmenden Werteverfall, beobachten die Familie als letzte Bastion, wo man diese Werte noch einfordern kann.  2012 erzählen viele Filme von der Notwendigkeit, sich ganz persönlich gesellschaftlich zu engagieren, um etwas zu verändern:
 
In SNOWCHILD versucht eine Figur, Selbstmordkandidaten von ihren Plänen abzubringen; die Hauptfigur in DR.KETEL, gibt sich als Arzt aus, um notleidenden Menschen zu helfen; in DIE FARBE DES OZEANS hilft eine junge Deutsche gestrandeten Flüchtlingen; in CRASHKURS ruft eine Rentnerin zum Kampf gegen die Banken auf, nachdem sie in der Krise ihr Vermögen verloren hat
 
Interessant ist, mit welch einer bemerkenswerten Selbstverständlichkeit die jungen Regisseure einen eigenen Stil entwickeln, wie souverän und konsequent sie gerade beim ersten Film der Vision eines Stils treu bleiben:
Das Meditative in DER FLUSS WAR EINST EIN MENSCH, die Klaustrophobie des Films MICHAEL, die Poesie von SNOWCHILD, die Dynamik der Beziehungskomödie MARY & JOHNNY. Dies ist am besten ablesbar an Genrefilmen, bei denen sich die Regisseure nicht hinter Formeln verstecken, sondern mit den Konventionen spielen: das Roadmovie PUPPE, ICKE & DER DICKE, der Krimi DR.KETEL im Stil des film noir oder die Tragik-Komödie über den „Loser“ MIKE.“
 
Weitere Informationen zum Programm finden Sie im Internet unter: www.max-ophuels-preis.de

(Quelle: Max Ophüls Preis)


 


 

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