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Mietrecht

Verkalkten Wasserhahn muss der Vermieter ersetzen

Ist ein Wasserhahn so verkalkt, dass er nur noch ersetzt werden kann, ist das nicht die Sache des Mieters sondern des Vermieters. Beruft sich letzterer auf die sogenannte "Kleinreparaturklausel", ist dies nicht rechtens, da der Mieter auf die Entstehung des Schadens keinen direkten Einfluss nehmen kann.

Das Verkalken von Wasserhähnen beeinflusst ein Mieter aber definitiv nicht. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Gießen hervor, auf das der Deutsche Mieterbund in Berlin in der Zeitschrift "Wohnungswirtschaft und Mietrecht" hinwies (Az.: 40 M C 125/08).

In dem zu verhandelnden Fall tauschte ein Vermieter ein Auslaufventil mit Knebel aus und wollte die Kosten in Höhe von 36,51 Euro vom Mieter erstattet bekommen. Laut Vertrag war der Mieter verpflichtet, die Kosten für kleinere Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten an Installationsgegenstände im Einzelfall bis zu einem Betrag von 76 Euro zu tragen. Dies galt allerdings nur, soweit die Arbeiten ihrer unmittelbaren Einwirkung unterliegen.

Den Kalkgehalt des Wassers kann der Mieter nicht beeinflussen

Zudem sei der Austausch des Ventils mit Knebel keine Reparatur, sondern eine Erneuerung, die grundsätzlich dem Vermieter obliege. Außerdem hätte der Mieter den Kalkgehalt des Wassers in keiner Form beeinflussen können.

Quelle: T-Online

(Redaktion)


 


 

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