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Millionenschwere Image-Kampagne

Beamtenbund kritisiert Saarland-Werbung

Der Saarländische Beamtenbund (dbb) hat das Vorhaben der Landesregierung, ab 2014 jährlich 1,5 Millionen Euro für eine Imagekampagne für das Saarland auszugeben, stark kritisiert. Millionenbeträge in Saarlandwerbung zu investieren ist nach Meinung des dbb in einem Haushaltsnotlageland nicht tragbar.

Ein gutes Konzept und deren Verwirklichung für eine einheitliche und wirkungsvolle Saarlandwerbung sei sicherlich eine politische Notwendigkeit, die auch von der breiten Öffentlichkeit mitgetragen wird, nicht aber in der vorgesehenen Millionenhöhe auf Jahre, sagte der Landesvorsitzende des dbb Ewald Linn.

Ein Haushaltsnotlageland, das jährlich über 500 Millionen Euro an Schuldzinsen für die derzeit 12 Milliarden Euro Schulden zahlen muss und von allen Bereichen harte Sparmaßnahmen zur Umsetzung der Schuldenbremse abverlangt, darf sich nicht den Luxus erlauben Millionenbeträge für eine Saarlandwerbung auszugeben.

Dieses politische Vorgehen ist nicht nachvollziehbar und bremst die Bereitschaft von Gewerkschaften und Personalräten den von der Landesregierung vorgegebenen Personalabbau von rund 2400 Stellen bis 2020 mitzutragen bzw. mitzugestalten. Intelligentes Sparen sieht anders aus. Deshalb ist dies das falsche Signal zur falschen Zeit an die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, mahnte der dbb-Landeschef.

1,5 Millionen Euro jährlich sind umgerechnet 30 Stellen wert. Anstatt Millionenbeträge für eine neue Image-Kampagne an Agenturen zu verschleudern, sollte die Landesregierung mehr Mut haben und auf ihre eigenen Ressourcen setzen und einen Innovationswettbewerb im öffentlichen Dienst starten. Wir haben einen gut ausgebildeten öffentlichen Dienst, der mit seinen Aufgaben wächst und sehr innovativ und kreativ sein kann, sagte Linn.

(Quelle: dbb saar)


 


 

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