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Moovijob Tour DeLux

Mehr als 7.000 Jobinteressenten kommen zur Jobmesse nach Luxemburg

Zur diesjährigen Moovijob Tour DeLux kamen weit mehr als 7.000 Besucher aus der gesamten Großregion angereist. Rund 120 Aussteller präsentierten an ihren Ständen im Messegebäude am Luxemburger Place de l´Europe über 1.000 Vakanzen. business-on.de war als Moovijob-Medienpartner vor Ort und sprach mit Ausstellern und Veranstalter.

Vor den Ständen der rund 120 Ausstelller bilden sich lange Schlangen. Wen wundert´s? Offerieren doch Luxemburgs Top-Arbeitgeber mehr als 1.000 freie Stellen. Amazon ist dabei, ebenso Moovijob-Premiumpartner ING, in Deutschland vor allem durch die Diba-diba-du-Werbung der Direktbank bekannt, und die Post Luxembourg, einer der größten Arbeitgeber des Großherzogtums. 

Gesucht wird ein breites Spektrum an Mitarbeitern: vom Produktionsmitarbeiter über die Pflegefachkraft bis hin zum IT-Professional.

Fehlende Sprachkenntnisse

Doch für alle Angebote gilt: Deutsche Bewerber müssen mindestens zweisprachig sein. Und das ist auch meist das große Problem, weiß Veranstalter Yannick Frank: „Französisch ist in Luxemburg sehr wichtig.  Leider beherrschen viele Bewerber aus Deutschland die Sprache nicht gut genug. Deswegen haben wir in diesem Jahr auch viele Sprachschulen eingeladen, die Jobinteressenten aus Deutschland die nötigen Kenntnisse vermitteln.“

Die Sprachprobleme bestätigen uns auch viele Arbeitgeber vor Ort. So suchen viele IT-Unternehmen etwa Führungskräfte mit langjähriger Berufserfahrung. Zwar gäbe es viele deutsche Bewerber, die aus fachlicher Sicht überzeugen, so der Tenor der Aussteller, jedoch können diese aufgrund mangelnder Französischkenntnisse nicht eingestellt werden – zu dem Aufgabengebiet gehört nämlich immer auch die Präsentation bei den zumeist französischsprachigen Kunden.

Luxemburgisch spielt vor allem im Pflegebereich eine Rolle. „Viele der Älteren sprechen nur Luxemburgerisch.“, weiß Lars Ley von Stëftung Hëllef Doheem. „Und in der Pflege ist Kommunikation nun einmal sehr wichtig. Daher ist die Sprache auch ein wichtiges Einstellungskriterium, ein Sprachkurs für deutsche Bewerber unumgänglich. Was aber gerne in Kauf genommen wird: Immerhin verdienen die Pflegekräfte bei uns annähernd doppelt so viel wie in Deutschland.“

Dass Ausnahmen die Regeln bestätigen, beweist Immobilienprofi Re/Max. Hier reichen gute Deutschkenntnisse aus. „Viele Hausbesitzer in Luxemburg sprechen deutsch und verkaufen an deutsche Kunden. Da reicht dann im Arbeitsalltag die deutsche Sprache völlig aus.“, sagt Re/Max-Broker und Owner Paul Feller.

Doch auch diese Sache hat einen Haken: Wer in Luxemburg als Makler tätig sein möchte, braucht eine Lizenz – und die Prüfung, die man dafür ablegen muss, ist auf Französisch. „Allerdings reichen, um die Frage zu verstehen, Schulkenntnisse völlig aus – und die Antworten kann man nach Rücksprache mit den Prüfern auch auf Deutsch formulieren.“, ergänzt Feller.

Richtige Mischung machts

„Das Besondere an der Moovijob Tour DeLux“, so Veranstalter Yannick Frank. „ist, neben den hochwertigen Ausstellern, das gut gemischte Publikum: Es gibt Uni-Absolventen, junge Fachkräfte und Professionals mit vielen Jahren Berufserfahrung. Vor allem die Qualität der Bewerber hat spürbar zugenommen.“

Und genau das wissen die Arbeitgeber zu schätzen: „Wir haben heute schon viele und vor allem gut qualifizierte Bewerbungen erhalten.“, freut sich Isabelle Poujol-Lamain vom IT-Dienstleister ctg. Ihr Unternehmen will etwa 15 neue Mitarbeiter einstellen.

Neben Messebesuchen setzt ctg vor allem auf Online-Maßnahmen zum Rekrutieren und Stärken der Arbeitgebermarke: „Wir nutzen Twitter, Facebook und selbstverständlich unser eigenes Karriereportal, mit vielen Informationen und Videos rund um das Arbeitsleben bei ctg.“

Mit Erfolg! Laut Poujol-Lamain wirkt sich das Employer Branding positiv auf die Qualität der Bewerbungen aus: „Mittlerweile geben 20 Prozent der Bewerber an, sich aufgrund der Recruiting-Videos für uns entschieden zu haben.“

Auch wenn in Luxemburg das Problem des Fachkräftemangels nicht so groß ist wie in Deutschland, verstärken immer mehr Arbeitgeber ihre Employer-Branding-Maßnahmen. So auch ING: „Wir überarbeiten gerade unser Karriereportal und werden künftig die Mitarbeiter in den Fokus rücken.“, sagt Cristelle Ponsard, Human Resources Account Manager bei ING.

Damit will ING nicht unbedingt die Anzahl der Bewerbungen erhöhen. „Durch Employer Branding wollen wir vor allem die Kandidaten finden, die sich mit unseren Unternehmenswerten identifizieren können. Nicht die Quantität, sondern die Qualität steht hier im Mittelpunkt.“

(Redaktion)


 


 

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