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Nanotechnologie

Sind wir auf dem Weg zum Mensch 2.0

Von der Selbstbeschränkung zu internationalen Abkommen

Auch die Möglichkeiten, Risiken der Nanotechnologie speziell im Militärbereich zu vermeiden, wurden diskutiert: Alle Beteiligten gehen davon aus, dass die Entwicklung in der Nanotechnologie mit sehr großen wirtschaftlichen Erwartungen verbunden ist und dass in Zukunft mit einem starken Kreativschub und hoher Dynamik zu rechnen ist. Was gemacht werden kann, wird in der Regel gemacht.

Die Wissenschaftler wissen aus Erfahrungen der Vergangenheit: Solange die langfristigen Folgen einer Technologie in Bezug auf Anwendungsoptionen nicht eindeutig absehbar sind, ist in erster Linie ein früher Diskurs erforderlich, mit dem Ziel, Problembewusstsein in der Gesellschaft zu erzeugen. In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, sich selbst für solange Zurückhaltung in Forschung und Entwicklung aufzuerlegen, bis die Folgen des eigenen Tuns klarer abzuschätzen sind. Später müssen dann staatliche und internationale Regeln folgen.

In vielen Ländern gibt es heute ein Verbot für biologische und chemische Waffen. Das Verbot hält. Altmann weiß, dass heute bereits auch präventive Rüstungskontrollen existieren. Die Nanotechnologie sei einbezogen, sofern die dadurch ermöglichten Anwendungen unter solche Anwendungen fielen, also z. B. eine Nanotechnologie-basierte neuartige Waffe. Hier sei vor allem die Erweiterung des Übereinkommens durch ein Einhaltungs- und Überprüfungsprotokoll gefordert, so der Militärexperte.

Für die durch die Nanotechnologie ermöglichten neuen Waffen hält Altmann vereinbarte, internationale Begrenzungen für nötig. „Es sollte ein Moratorium gegen Körperimplantate, die nicht medizinisch nötig sind, geben“.

Auch miniaturisiertes Selbstbewegliches, wie beispielsweise Mikrodrohnen, muss seiner Meinung nach reglementiert werden.

Dass die gesellschaftliche Debatte über die ethischen Implikationen der Nanotechnologie geführt wird, dafür setzt sich der Verein cc-NanoBioNet e. V., Organisator der Saarbrücker Konferenz ein: Rechtzeitig will man auf mögliche Folgen und Auswirkungen der Nanotechnologie im Zusammenleben in der Gesellschaft hinweisen.

Weitere Infos unter:
www.nanobionet.de

(Quelle: nanobionet.de)


 


 

Nanotechnologie
Human Enhancement
Ethik
Wissenschaft
cc-NanoBioNet e. V.
Prof. Dr. Uwe Wiemken
Dr. Jürgen Altmann
Fraunhofer Institut
Saarbrücken

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