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Online Arbeit

Beschäftigungsart für alle?

Das Internet ist ein fester Bestandteil unseres Lebens geworden. Man kann sich heute kaum ein Unternehmen vorstellen, das online nicht aktiv ist. Das Gleiche gilt auch für das Privatleben.

Heutzutage kaufen wir im Internet ein, bestellen das Essen, finden sogar neue Lebenspartner. Ebenfalls immer mehr Leute arbeiten online. Manche haben selbst die Entscheidung getroffen, weiter als Freelancer ihren Lebensunterhalt zu verdienen, die anderen hat dazu die wirtschaftliche Krise und die damit verbundenen Stellenkürzungen in vielen Unternehmen getrieben. Dadurch hat sich eine große Marktlücke gebildet, da es kein relevantes Angebot für Freelancer im Netz gab. Die Online-Jobbörsen haben meistens nur Festanstellungsinserate im Angebot gehabt. Das Leben mag aber keine Leere, deswegen sind ziemlich schnell sogenannte Projektplattformen gegründet worden, die ihr Angebot an Freelancer und KMUs richteten. Viele haben von diesen Anbietern bestimmt schon einiges gehört, jedoch bleibt es für die meisten noch unekglärt, wie diese Plattformen funktionieren, wer kann sich dort registrieren, was das kostet, usw.

Jeder Dienstleister kann sich (meistens kostenlos, von Anbieter abhängig) registrieren und sein Expertenprofil anlegen. Je nach Mitgliedschaftsvariante kann man zusätzlich auch bisherige Referenzen, Werbevideo, usw. hochladen. Sehr wichtig sind die möglichst genauen Angaben im Fähigkeiten-Bereich. Jeder Freelancer gibt bei der Profilerstellung seine Skills ein, die die Plattform später als Filterkriterien bei der Wahl der Projektangebote verwendet. Somit bekommt zum Beispiel ein PHP-Programmierer eine Benachrichtigung, wenn ein neues PHP-Projekt auf der Plattform  ausgeschrieben wird. Jeder kann sich für das Projekt bewerben, obwohl die monatliche Anzahl der möglichen Bewerbungen von der Mitgliedschaftsvariante abhängig ist. Die Regeln sind hier bei verschiedenen Anbietern unterschiedlich, aber generell verfügen Nutzer mit einem Standard-Account über wesentlich weniger Bewerbungsmöglichkeiten als die Premium-, VIP-, oder wie auch immer sie bei den etlichen Anbietern heißen, Nutzer.

Die Projektplattformen stellen eine sehr praktische Lösung für Auftraggeber dar. Sie müssen sich keine Mühe mehr geben und die kostbare Zeit in die Suche nach passenden Experten investieren, sondern sie schreiben ein Projekt auf der Plattform aus und vergleichen die Angebote der Dienstleister. Bei der Projektausschreibung legt man ein bestimmtes Budget fest (zum Beispiel 1.500-3.000 €. In diesem Preisbereich können die Freelancer ihre Angebote abgeben. Damit die Wahl für die Auftraggeber kein Rätsel darstellt, können sie bei den meisten Projektplattformen in die Profile der Dienstleister hineinschauen und die bisherigen Referenzen ansehen. Es muss nicht immer das günstigste Angebot gewählt werden, was die Gegner der Projektplattformen immer als Argument für das Preisdumping verwenden. Tatsächlich haben die Plattformenbeitreiber keinen Enfluss darauf, welches Angebot den Wettbewerb gewinnt. Es ist der Kunde, der Auftraggeber, der am Ende den passendsten Dienstleister wählt. In einigen Fällen wird tatsächlich das günstigste Angebot bevorzugt, aber sehr oft entscheiden sich die Auftraggeber für Freelancer, die bereit sind, das Projekt für einen größeren Betrag zu bearbeiten, aber gleichzeitig über mehrere Referenzen und positive Bewertungen verfügen.

Die Betreiber der Projektplattformen präsentieren stolze Zahlen mit der Anzahl der registrierten Dienstleister und dem Projektvolumen. Die Branche entwickelt sich schnell und alle Marktforschungen sehen eine noch bessere Zukunft voraus. Das klassische Arbeitsmodell wird durch die Online-Arbeit ersetzt. Das ermöglicht sowohl die rapide Entwicklung der Technik und die Verfügbarkeit des Internets an fast jedem Ort.

(Kai Beier)


 


 

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